Andrzej Duda in Jerusalem

Der polnische Staatspräsident begab sich mit seiner Ehefrau in die isrealische Hauptstadt, wo er dem ehemaligen Botschafter und Vorsitzenden des israelischen Parlaments (Kneset) Schewach Weiss mit dem Orden des Weißen Adlers ausgezeichnete. Er besuchte auch das Gedenkinstitut Yad Vashem und sprach sich gegen Antisemitismus aus.

Andrzej DudaSchewach Weiss ist noch vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges auf dem Gebiet der damaligen II. Polnischen Republik, in der Stadt Boryslaw (heutige Ukraine), geboren worden. 1947 ist seine Familie mit ihm nach Palästina ausgewandert. Weiter hat Weiss in Israel studiert und promoviert. In den Jahren 2000 – 2004 bekleidete er das Amt des israelischen Botschafters in Warschau und gründete an der Universität Warschau das Zentrum für Israelstudien.

Der polnische Präsident Andrzej Duda hält sich mit seiner Frau in Jerusalem auf. Dort hatte er gerstern Weiss mit dem ältesten und dem höchsten polnischen Ehrenzeichen ausgezeichnet – mit dem Orden des Weißen Adlers. Duda sagte, dies erfolgt in Anerkennung der vielfältigen Tätigkeiten zur Verbesserung und Vertiefung der polnisch-isreleischen Beziehungen. Gleichzeitig betonte der Präsident, dass diese Auszeichnung alle israelischen Botschafter in Polen verdient haben, weil jeder seinen Beitrag für gute Verhältnisse zwischen beiden Nationen geleistet habe.

Weiss bewegte die Verleihung der Auszeichnung sehr. Es sei symbolisch und berührend, dass der polnische Präsident ausgerechnet in Jerusalem ihm diese Auszeichnung verliehen habe, so Weiss.

Nach der Verleihung besuchten Duda und Weiss das Gedeninstitut Yad Vashem. Auch hier war Schewach Weiss zwischen 2000 und 2006 Vorsitzender des Instituts. In Yad Vashem wird an die Opfer des Holocaust gedacht sowie dieser wissenschaftlich dokumentiert. Andrzej Duda besuchte die Ausstellung und hielt dann eine Rede, in der er sich gegen Antisemitismus aussprach. Er sagte, dass er schon viele Holocaust-Gedenkstätten in seinem Leben besucht habe, doch Yad Vashem beeindrucke ihn in jeder Hinsicht. Es erinnere, wie unfassbar schrecklich die damalige Zeit war und dass diese nie wieder passieren dürfe, so Duda.

Bild: Andrzej Duda // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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