Beinahekatastrofe auf dem Weg nach Poznan

Fast kollidierten ein Flugzeug der skandinavischen Fluggesellschaft SAS und ein russisches Militärflugzeug miteinander. Dis SAS-Maschine flog am letzten Freitag von Kopenhagen nach Poznan. Kurz nach dem Start ist der Kapitän um einen schnellen Kurswechsel gebeten worden. Er habe dank diesem Manöver einen Zusammenstoß mit dem russischen Flugzeug vermieden, dies teilte das Portal airline.net unter Berufung auf das schwedische Verteidigungsministerium mit.

Es war der Flug SK 1755 mit der Nummer OY-RJK. Kurz nach dem Abflug in Dänemark, als sich das Flugzeug immer noch in der Nähe von Malmö (Schweden) befand, musste es plötzlich den Aufstieg unterbrechen und den Kurs ändern.

Ein Sprecher des schwedischen Verteidigungsministeriums teilte daraufhin mit, dass das russische Flugzeug eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit im Luftraum dargestellt habe. Es wurde erst spät  durch zwei dänische F-16 Kampfjets bemerkt, dass beide Flugzeuge auf Kollisionskurs waren.

Neuer kalter Krieg?

Der Flug des russischen Jets sei kein Verstoß gegen das internationale Flugrecht gewesen und habe die Grenzen keines Landes beeinträchtigt, unterstrich ein Pressesprecher des russischen  Verteidigungsministeriums. Skandinavische Medien wie Dagnes Nyheter bezeichnen die dadurch entstandene Situation als Beinahezusammenstoß. Laut der finnischen Zeitung Sanomat Helsigin bestreitet das russische Verteidigungsministerium genau dieses. Russische Medien berichten, dass beide Flugzeuge einen Abstand von 70 Metern trennente und damit zumindest ein minimaler Abstand gewahrt worden sei.

Im März dieses Jahres gab es einen ähnlichen Fall. Ein schwedisches Flugzeug ist von einem russischen Aufklärer 90 Meter entfernt gewesen. Zum Glück konnte eine Katastrophe vermieden werden.

NATO-Flugzeuge haben im Jahr 2014 insgesamt 400 russische Flugzeuge im gemeinsamen Luftraum verzeichnet, was einen Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr bedeutet. Oft haben sich diese den NATO-Grenzen ohne Identifikationsgeräte oder vorherigen Anmeldung genähert, sagte Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär.

Sind wir damit auf dem Weg zu einem neuen kalten Krieg?

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