Demonstration im Lichte der Geschichte

Am 31. Jahrestag der Ausrufung des Kriegsrechtes in Polen wird die rechtskonservative Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Warschau einen Marsch unter dem Titel „Unabhängigkeit und Solidarität“ abhalten. Dies kündigte Parteichef Jaroslaw Kaczynski heute an. Am 13. Dezember soll ein Zeichen gesetzt werden, weil laut Kaczynski die Freiheit in Polen bedroht sei und Polens Unabhängigkeit angezweifelt werde. Er verwies vieldeutig auf „unterschiedliche Arten“ der Unterminierung dieser Werte und erneuerte so unterschwellig seine Kritik an der Regierung.

Die Partei rechnet mit bis zu 20.000 Teilnehmern, die vom Denkmal Jozef Pilsudskis aus losmarschieren werden. Auch der Brückenschlag zum klerikalen Lager wird gesucht, der Redemptoristenpater Tadeusz Rydzyk (Radio Maryja) ist eingeladen. Es gibt bisher keine konkurrierende Demonstration, lediglich ein kleiner Protestzug ist in der Nacht zuvor vor der Villa von General Wojciech Jaruzelski geplant. Jener hatte 1981 das Kriegsrecht im Kampf gegen die Solidarnosc verhängt.

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