Die positive Transformation der polnischen Wirtschaft zeigt erste Früchte

Seit 2016 gewinnt die positive Entwicklung der polnischen Wirtschaft deutlich an Fahrt. Während die Arbeitslosigkeit stätig fällt und 2018 voraussichtlich 4,1 Prozent erreichen wird, steigen die Einkommen überproportional an. Damit wird Polen nicht nur für die einheimische Bevölkerung stetig attraktiver.

Warsaw SpireAnfang 2018 erreichte die Ausreisebereitschaft der polnischen Arbeiter einen historischen Tiefstand und halbierte sich dabei gegenüber 2014. Nur noch 11,8 Prozent der arbeitenden Polen haben in den kommenden 12 Monaten vor das Land zu verlassen. Als wichtigster Grund wird die Aussicht auf ein höheres Einkommen genannt. Bei den Ausreisewilligen handelt es sich überwiegend um qualifizierte Arbeitskräfte. Gleichzeitig geben nur 8 Prozent des Ausreisewilligen als Grund das Fehlen einer geeigneten Arbeit an. Gleichzeitig geben 40 Prozent der ausreiseunwilligen Polen das Fehlen einer geeigneten Arbeit im Ausland als Grund gegen eine Ausreise an.

Die Aussagen der Befragten deuten auf einen robusten Arbeitsmarkt in Polen hin. Dieser Befund wir auch empirisch untermauert, wenn man die Statistiken zum Arbeitsmarkt betrachtet. Seit April arbeiten in Polen 16,6 Millionen Arbeitnehmer, dies entspricht einem Allzeithoch. Die Arbeitslosigkeit wird 2018 wohl auch den Rekordtiefstand von 4,1 Prozent erreichen. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Lohnzuwächsen und Staatseinnahmen wieder. 2017 stiegen die Löhne um 5,6 Prozent gegenüber 2016 und 2017 werden sie voraussichtlich nochmals um 7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr steigen. Auch werden die Staatseinnahmen voraussichtlich zwischen 2016 und 2018 von 314,7 Mrd. ZL auf geschätzte 355,7 Mrd. ZL steigen, was wiederum der polnischen Regierung neue Spielräume eröffnet.

Damit wird der polnische Arbeitsmarkt auch für ausländische Beschäftigte stetig attraktiver. Vor allem Bürger aus der ehemaligen Sowjetrepubliken beantragen eine Arbeitserlaubnis für Polen. 2017 wurden bereits über 1,8 Millionen Anträge auf eine Arbeitserlaubnis gestellt.