Die Regenbogen-Installation verschwindet

Ein Kunstwerk im Zentrum Warschaus, das zu vielen Konflikten führte, wird nach der dreijähriger Ausstellung in der kommenden Nacht demontiert. Was mit ihr weiter geschieht, bleibt unklar.

Tecza by nightDie Regenbogen-Installation stand seit drei Jahren auf dem Platz im Zentrum der polnischen Hauptstadt. Das Kunstwerk wurde im Jahr 2012 aufgebaut, von Anfang an sprach man nur von einer zeitlich begrenzter Ausstellung der Installation. Der Termin des Abbaus wurde aber immer wieder verschoben.

Beim Warschauer Regenbogen haben sich im Laufe der Zeit Tausende Bewohner und Touristen fotografieren lassen. Das Kunstwerk wurde mehrere Male von rechten Schlägern angezündet – für diese war die Installation eine Beleidigung der religiösen Gefühle. Denn den Regenbogen verstanden sie als Symbol der Homosexuellen. Und der Platz, auf dem das Werk steht, ist doch nach dem Erlöser Jesus Christus benannt. 

Die verbrannte und zerstörte Installation wurde immer wieder aufgebaut. Diese Ereignisse führten in Polen zu Diskussionen über Kunstfreiheit  und auch die Toleranz der Gesellschaft wurde in Frage gestellt. Das Kunstwerk wird wohl aber nicht mehr zu solchen Eskalationen führen, denn es wird in der kommenden Nacht abgebaut. Was mit der Regenbogen-Installation weiter passiert, ist nicht bekannt. Es wird unter anderem vermutet, dass sie zum Zentrum der modernen Kunst in Warschau verlagert wird.

Bild: Rebenbogen-Installation // (cc) Lukas Plewnia [CC BY-SA 2.0] / Flickr

 

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Eine Antwort auf "Die Regenbogen-Installation verschwindet"

  1. Deutsch-Pole sagt:

    Da sieht man mal wieder, dass diese Christen nicht ein Mal ihre eigene Religion kennen und erstnehmen. Der Regenbogen ist auch ein religiöses Smybol, auch im Christentum. Die Demontage dieses Kunstwerk ist eine Kapitulation vor einem dumpfsinnigen und erz-konservativen Schlägerpböbel…

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