Dramatik in Kenia und Spannung in Deutschland

Zwei große Ereignisse halten die polnischen Medien in Aufregung. Zum einen verfolgen die Medien gespannt das Geiseldrama in Kenia, zum anderen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Bundestagswahl in Deutschland.

In Kenias Hauptstadt Nairobi haben islamistische Terroristen, die sich der somalischen al-Shabaab-Miliz zurechnen, ein Luxus-Handelszentrum gestürmt, um sich geschossen und Geiseln genommen. Mehrere Dutzend Menschen sollen gestorben sein, darunter auch ausländische Staatsbürger. Noch immer haben die Geiselnehmer das vom kenianischen Militär umstellte Gebäude in ihrer Gewalt. Zur Stunde stürmen israelische Spezialkräfte das bei reichen Kenianern und Ausländern beliebte Kaufhaus.

Merkel oder Steinbrück?

Auch die in Deutschland abgehaltene Bundestagswahl verfolgen die Polen genau. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist genauso wie in Deutschland in Polen sehr beliebt, die Mehrheit der Polen würde der Union ihre Stimme geben. Zugleich traut kaum jemand Peer Steinbrück (SPD) den Wahlsieg zu, zumal viele Polen kaum inhaltliche Unterschiede zwischen SPD und CDU/CSU erkennen können. In polnischen Medien wird bereits über die konkrete Gestaltung einer möglichen Großen Koalition spekuliert. Die ersten Hochrechnungen, die nach 18 Uhr veröffentlicht werden, werden zeigen, ob die schwächelnde FDP in den Bundestag einziehen wird – dann könnte die Koalition aus Union und FDP weiter regieren. Unsicher ist dabei, ob die Alternative für Deutschland dieses Szenario mit einem Einzug in den Bundestag durchkreuzen könnte.

Die letzten Umfragen sahen die Union bei 40 Prozent, die SPD bei 27 Prozent und die FDP an der Fünfprozenthürde. Die Grünen sind auf etwas über acht Prozent gefallen, DIE LINKE schaffte einen kleinen Sprung auf neun Prozent.

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