Ehedrama nach vorzeitiger Haftentlassung

Ein Ehedrama in Lublin ist ein wichtiges Thema in den polnischen Medien. Der Ehemann war erst vor wenigen Tagen aus der U-Haft entlassen worden und schien auf dem Weg der Besserung. Nun deutet alles darauf hin, dass er erst seine Frau und dann sich selbst umbrachte.

In den polnischen Medien ist ein Ehedrama, das sich in der Nähe von Lublin (Südost-Polen) abgespielt hat, ein zentrales Thema. Nach ersten Erkenntnissen hat ein 61-Jähriger zunächst seine Frau umgebracht und dann sich selbst erhängt. Die Polizei geht nicht von einer Beteiligung Dritter aus.

Brisant an der Sache ist, dass der mutmaßliche Täter erst vor wenigen Tagen aus der Haft entlassen wurde. Zuvor war er im Januar zu einer dreimonatigen Untersuchungshaft verurteilt worden, nachdem er eine brennbare Flüssigkeit verteilt und seiner Frau gedroht hatte, das gemeinsame Haus anzuzünden.

 Unterschiedliche Versionen der Vorgeschichte

Der Mann war vorzeitig aus der Haft entlassen worden, weil Aussicht auf Besserung bestand. Nach Angaben der Tochter soll sich sein Verhalten auch gebessert haben, unter anderem soll er pünktlich zur Arbeit erschienen sein. Warum es zu der Tragödie kam, ist daher noch nicht abschließend geklärt.

Unklar ist auch noch, ob der Mann schon länger auffällig war. In einigen Medien wird berichtet, dass er seine Ehefrau schon seit 2008 „psychisch und körperlich“ misshandelt haben soll. Von Tobsuchtanfällen und Würgeattacken ist die Rede. In anderen Berichten heißt es, es habe nur kleinere verbale Streitereien, etwa um die Radiolautstärke, gegeben. Die Nachbarn beschreiben das Paar als „friedlich und liebevoll zueinander“.

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