Einbruch auf Seite des Wirtschaftsministeriums

Die weltbekannte Hackergruppe Anonymous hat heute die Website des polnischen Wirtschaftsministeriums angegriffen und eine große Menge von Dateien entwendet. Dabei handelt es sich vor allem um Scans diverser Pässe sowie Dokumente und Mailboxen. Das polnische Ministerium ist nach Griechenland und der OSZE das nächste Opfer der anonymen Hacker.

Der Diebstahl sensibler Daten ist ein Teil der Aktion unter dem Decknamen „#OpGoldenDawn”. Die entwendeten Dateien wurden von der Hackergruppe auf dem Portal Bayfiles veröffentlicht. Insgesamt soll der komprimierte Datencontainer 384 MB groß sein. Medienberichten zufolge sind die Daten von keiner großen Bedeutung – die gescannten Pässe sollen den ausländischen Gästen Polens gehören, darunter jenen, die von der Handelsabteilung der polnischen Botschaft in Weißrussland eingeladen wurden. Weitere publizierte Daten sind die Inhalte der Regierungsmailboxen.

Ministerium prüft den Fall

Wie Anonymous Zugang zu den Dateien erlangen konnte, ist nicht klar. Wie die bekannte Hackergruppe genau vorgegangen ist, wird gerade ermittelt. Dass aber nicht alle Dokumente auf den Regierungswebseiten sicher sind, konnte man schon im Jahre 2012 erfahren. Damals hat ein Hacker unter dem Pseudonym Alladyn2 das Intranet der Kanzlei des Premierministers Polens, des Außenministeriums sowie des Ministeriums für Landesverteidigung durchsucht.

Auf der offiziellen Website des angegriffenen Wirtschaftsministeriums ist eine Meldung zu finden, die besagt, dass im Zusammenhang mit den Informationen über den Einbruch bereits Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden. Das Ministerium prüft genau den Umfang sowie die Glaubwürdigkeit der veröffentlichten Materialien. Gleichzeitig wird bekannt gegeben, dass das IT-System ohne Probleme weiter funktioniert.

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