Ende der Krise in Polen?

Donald Tusk // (cc) PlatformaRP [CC BY-ND 2.0] / FlickrHeute wurde in Krynica (Woiwodschaft Kleinpolen, Landkreis Neu Sandez) das 23. Wirtschaftsforum offiziell eröffnet. Der Höhepunkt des heutigen Tages war die Rede von Premierminister Donald Tusk. In seinen von Optimismus geprägten Worten versuchte der Regierungschef zu überzeugen, dass die Krise bereits vorbei sei und es keine Rezession oder Stagnationen mehr geben werde.

Angefangen hat Tusk mit Erwähnung des Forums im Jahr 2008, als er zum ersten Mal als Premierminister an der Wirtschaftskonferenz in Krynica teilgenommen hatte. Damals kündigte er einen baldigen Beitritt Polens zur Euro-Zone an, der durch nachkommende Ereignisse verhindert wurde. Ein paar Tage nach der damaligen Konferenz ging nämlich Lehman Brothers bankrott, was als Anfang der Weltwirtschaftskrise gilt. Trotz dieser weltweiten Krise verzeichnete Polen als einziges Land in der EU ein wirtschaftliches Wachstum. Tusk sagte auch, in den letzten fünf Jahren sei das Bruttoinlandprodukt um 20 Prozent gewachsen, was ein europaweiter Rekord sei. Der Premierminister betonte, dass die Krise zwar an der polnischen Tür rüttelte, Polen habe sie aber nicht hereingelassen. Das Land habe bloß den Abprall gespürt, jedoch die Krise nicht eintreten lassen

Pläne für die Zukunft 

Donald Tusk schaut auch sehr optimistisch in die Zukunft. Er kündigte an, dass das BIP im Jahre 2017 die zwei Billionen Zloty Marke überschreiten werde und überzeugte, dass dies sehr realistisch sei. Die letzten Entscheidungen der Regierung sind der Anfang der neuen Plans „Polen nach der Krise“. Im kommenden Herbst hat der Regierungschef vor, jede Woche einen Teil des Plans der Öffentlichkeit vorzustellen. Angekündigt wurden auch Arbeiten an einer Vereinfachung des polnischen Steuersystems. Am kommenden Mittwoch soll ferner die Bekanntmachung der Entscheidung über die private obligatorische Rentenversicherung (Offenen Rentenfonds, OFE) erfolgen.

Bild: Donald Tusk // (cc) PlatformaRP [CC BY-ND 2.0] / Flickr

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