Erneute Tragödie um polnischen Alpinisten

Es ist erst knapp vier Monate her, dass Polen zwei Alpinisten bei der Besteigung des Broad Peak im Himalaya verloren hat. Heute nun besteht Gewissheit, dass erneut ein bekannter Bergsteiger im Karakorum-Gebirge umgekommen ist. Der 51-jährige Artur Hajzer, Begründer des Programms „Polnischer Winterhochgebirgssport 2010-2015“, ist beim Abstieg an einer Wand des Gasherbrums (Gipfelhöhe 8080 m, elfthöchster Berg der Welt) abgestürzt. Mehrere internationale Teams hatten versucht, die beiden höchsten Gipfel des Gasherbrums zu erreichen. Das polnische Team um Artur Hajzer musste den Gipfelsturm aber wegen eines Wetterumschwungs abbrechen.

SMS aus Pakistan

Beim Abstieg nahmen Winde und Schneetreiben zu – der Sichtkontakt zwischen den Teammitgliedern brach ab, auch die Kommunikation mit dem Basislager wurde zunehmend schwieriger. Kurz darauf erhielt Hajzers Ehefrau eine SMS von ihrem Mann, dass sein Teamkollege abgestürzt sei. Ob Hajzer diese SMS selbst geschrieben hat, ist ungewiss. Kurze Zeit später meldete sich jedoch besagter Teamkollege und musste berichten, dass er gesehen habe, wie Hajzer selbst an der Gebirgswand abgestürzt sei. Er habe auch Hajzers Leiche gefunden. Die Ursache für den tödlichen Sturz des erfahrenen Alpinisten könnte ein Fehltritt auf einem geschmolzenen und schlecht befestigten Teilstück des Pfades zum Basislager gewesen sein.

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