Ewa Kopacz in der Ukraine

Heute traf sich die polnische Premierministerin Ewa Kopacz mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Arsenij Jazenjuk – es war der erste Besuch eines polnischen Regierungschefs im östlichen Nachbarland seit der Berufung der pro-europäischen Regierung in der Ukraine. Das Ergebnis der Gespräche sind Pläne einer weiteren Festigung der polnisch-ukrainischen Beziehungen, unter anderem finanzielle und kulturelle Hilfe Polens an die Ukraine.

Ewa Kopacz und Arsenij JazenjukPremierministerin Ewa Kopacz hält sich zurzeit im Rahmen eines offiziellen Besuchs in der Ukraine auf. Heute traf sich Kopacz sowohl mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, als auch mit Premierminister Arsenij Jazenjuk. Zunächst aber legte sie Blumen auf dem Majdan-Platz in Kiew nieder, um der Opfer der Proteste zu gedenken.

Mit dem ukrainischen Präsidenten sprach Kopacz über die aktuelle Situation des Ukrainekonfliktes und weitere geplante Maßnahmen in dieser Hinsicht. Dann kam es zu dem Treffen mit Kopacz´ ukrainischem Amtskollegen Jazenjuk. Nach dem Gespräch fand eine Pressekonferenz statt, auf der die polnische Regierungschefin betonte, dass dies der erste Besuch polnischer Regierungsvertreter sei, seitdem die neue, pro-europäische Regierung in der Ukraine berufen wurde.

Kredite für die Ukraine, Programme für die Jugend

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz berichteten Kopacz und Jazenjuk über die Pläne der polnisch-ukrainischen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren. Zu diesen gehören Kredite, die Polen seinem östlichen Nachbarn geben wird. Es wird ein Programm eingeleitet, in dessen Rahmen die Ukraine im Laufe der nächsten zehn Jahre 100 Millionen Euro von Polen bekommen wird. Jazenjuk betonte, dies werde eine große und konkrete Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen sein. Von dieser Unterstützung hängt auch viel auf EU-Ebene ab.

Die Premierminister informierten auch über einen Vertrag zwischen der ukrainischen Firma Naftohaz und der polnischen Gaz-System. Dabei handelt es sich um den Bau eines Interconnectors – einer Pipeline zur Gaslieferung für die Ukraine aus der LPG-Station in Swinemünde.

Ein weiterer Schritt zur Festigung der Zusammenarbeit der Länder soll der Jugendaustausch sein. In Zukunft soll der Polnisch-Ukrainische Rat des Jugendaustausches entstehen. Der Jugendaustausch ist nach Meinung der polnischen Regierungschefin die beste Maßnahme, gute Beziehungen zwischen zwei Ländern aufzubauen.

Bild: Ewa Kopacz und Arsenij Jazenjuk // (cc) Maciej Śmiarowski/KPRM [CC BY-NC-ND 2.0] / Flickr

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