Gesetzesinitiative der Palikot-Bewegung – Sexualerziehung in Schulen

Janusz Palikot (rechts)Heutigen Meldungen zufolge hat die Palikot-Bewegung (RP) eine Gesetzesinitiative im polnischen Parlament (Sejm) eingereicht, in der es um die Sexualerziehung in Schulen geht. Die Initiative solle zur Einführung einer modernen, apolitischen und fachlich kompetenten Sexual- und Familienerziehung führen. Diese soll verpflichtend ein Mal die Woche als Einzelstunde stattfinden, ausgenommen sind Schulen für Erwachsene. Themen des Unterrichtes sollen unter anderem der Sexualverkehr, die sexuelle Identität, Verhütungsmethoden, der Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern, Kindererziehung sowie Sexualkrankheiten sein. Begründet wird er mit dem Ziel eines verantwortungsvollen Umgangs mit Sexualität und gesteigerten sozialen Kompetenzen.

Da die Palikot-Bewegung keine Mehrheit im Parlament hat, wird die Gesetzesinitiative mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in geltendes Recht umgewandelt werden. Gleichwohl wird sie das Thema erneut ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen – nächste Woche soll die Initiative von der Vizemarschallin und Mitglied der Palikot-Bewegung Wanda Nowicka ausführlich vorgestellt werden.

In der polnischen Politik und Gesellschaft wird schon seit vielen Jahren eine Diskussion über die Sexualerziehung in Schulen geführt. Rechtskonservative und klerikale Kräfte sind strikt gegen die ihre Einführung, sie argumentieren mit dem Kindeswohl sowie mit Sitten und Gebräuchen. Hingegen linksgerichtete und liberalkonservative Kräfte sind für den Sexualunterricht, gleichwohl die konkrete Ausgestaltung diskutiert wird. Zurzeit findet dieser Unterricht in Schulen nur am Rande statt.

Bild: Janusz Palikot (links) // (cc) Maciej Śmiarowski/KPRM / Flickr

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Eine Antwort auf "Gesetzesinitiative der Palikot-Bewegung – Sexualerziehung in Schulen"

  1. Björn sagt:

    Ein vernünftiger Sexualkundeunterricht wäre mit Sicherheit auch in Polen sehr sinnvoll, zumal nicht alle Eltern ihre Kinder ordnungsgemäß aufklären. In Deutschland gibt es derzeit auch einige Streitigkeiten, wie weit die Sexualaufklärung gehen darf. Ich denke, wenn man speziellere Themen ( siehe auch ***Link gelöscht aufgrund von pornografischen Inhalten *** ) stufenweise behandelt, sollte es den Kindern auch nicht schaden.

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