Herbstliches Winterchaos in Polen

Der plötzliche Wintereinbruch hat Polen schwer getroffen. Die ersten drei Todesopfer hat das kalte Wetter (in der Nacht zeigte das Thermometer in Warschau unter -5 Grad Celsius an) in der Nähe von Lublin und Oppeln gefordert. Die Polizei rief besonders Obdachlose auf, Notunterkünfte aufzusuchen und warnte eindringlich davor, durch überhöhten Alkoholkonsum das Gespür für die Kälte zu verlieren.

In der Region um Warschau fiel heute für etwa 70.000 Verbraucher plötzlich der Strom aus. Die Betreiber versprachen, das Problem bis in die Abendstunden zu beheben. In und um die Hauptstadt war auch der Schienenverkehr vom starken Schneefall betroffen: Teilweise standen volle Züge stundenlang zwischen Bahnhöfen. Solche verkehrstechnischen Probleme in Polen sind keine Seltenheit, ist die Verkehrsinfrastruktur, besonders im Eisenbahnverkehr, chronisch unterfinanziert.
Probleme gab es auch auf dem Flughafen Warschau-Modlin, dem nach dem Chopin-Airport zweitgrößten Flugplatz in Warschau, an dem besonders Billigfluglinien verkehren. Zwei Flüge nach Göteborg und Stockholm konnten stundenlang wegen Vereisung nicht starten und ließen Passagiere im Ungewissen und unversorgt warten.
Das kalte Wetter soll in Polen noch mindestens einige Tage anhalten.
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