Kinder sollen an Missbrauch selbst schuld sein?

Der polnische Erzbischof Jozef Michalik, Oberhaupt der polnischen Bischöfe, hat heute mit einem Interview für einen Aufschrei gesorgt. Er wurde heute Morgen zu den letzten Fällen von Pädophilie in der Kirche wie folgt zitiert: „Viele Fälle des Missbrauchs hätten vermieden werden können, wenn die Beziehungen zwischen den Eltern gesund wären.“ Weiter soll Polens oberster Priester gesagt haben, dass der Missbrauch oftmals hervorgerufen würde, wenn das Kind Liebe suchte. Dann verlöre es sich selbst und zöge noch den anderen Menschen mit hinein.

Diese Worte haben ihn dem Vorwurf ausgesetzt, den Eltern oder gar den Kindern selbst die Schuld am sexuellen Missbrauch durch Priester zuzuschieben. Umgehend dementierte der Hierarch diese Lesart, er sprach von einem „Versprecher“. Er habe in seiner Rede die Fälle von Kindermissbrauch in der Kirche verurteilen und nicht die Kinder dafür verantwortlich machen wollen.

Kritik an den Worten von Michalik

Kritikern reicht diese Entschuldigung nicht, sie fordern eine endgültige Aufklärung der Missbrauchsfälle und eine Verurteilung der Täter. Der polnische Kinderrechtsbeauftragte Marek Michalak nannte die Worte des Erzbischofs „unzulässig“, auch einige Priester kritisierten Michalik für seine Wortwahl.

Das polnische Episkopat tagt zurzeit in Warschau. Die Bischöfe befassen sich unter anderem mit im letzten Jahr beschlossenen Prozeduren bei Pädophiliefällen. Diese waren im letzten Jahr von der Kirche als Schritt zur Wiedergutmachung angekündigt, von Kritikern aber als zu lasch empfunden worden. Die Änderungen sollen heute beschlossen und in den nächsten Tagen, nach der Bestätigung durch den Vatikan, veröffentlicht werden.

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22 Antworten auf "Kinder sollen an Missbrauch selbst schuld sein?"

  1. Angelika Oetken sagt:

    Ich bin Herrn Michalik dankbar. Denn er spricht zumindestens offen aus, was seine PR-geschulten Kollegen wohl nur denken: die Kirchenführung verachtet Missbrauchsopfer. Das liegt auf der Hand, denn nur so ist der vielmals rüde und nicht selten auch offen aggressive Umgang mit Kirchenopfern zu erklären.

    Neben der Annahme, bei den kindlichen Missbrauchsbetroffenen handele es sich ohnehin um homosexuell veranlagte Kinder, die folglich eine „Bestrafung“ verdient hätten, hat wohl auch die Kultur des Opferns hier Einfluss. Dem Missbrauchsopfer wird darin eine bestimmte Rolle zu gewiesen. Die so aussieht:

    – es schämt sich und schweigt
    – es leidet und genießt das
    – es tut Buße für den Missbrauch. Indem es sich ganz besonders angepasst verhält. Z.B. indem es Priester wird. Oder falls es sich um eine Frau handelt im Ehrenamt verschlissen wird

    Solche Sicht auf ihre Opfer offenbaren Täter, die vor Gericht stehen übrigens auch.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland die in ihrer Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  2. Jane Oorleef sagt:

    So so…

    da kommen also die Kinder in die Kirche, weil sie Liebe und Geborgenheit suchen, die sie in ihrer Familie nicht finden konnten, fassen den Priestern so einfach unter die Kutte und -Zitat“Dann verlöre es sich selbst und zöge noch den anderen Menschen mit hinein.“ Zitat Ende

    Aber klar doch!
    Wer `s glaubt wird seelig.
    Ich fasse es nicht!

    JaneO. Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit

  3. T.D. sagt:

    „Viele Fälle des Missbrauchs hätten vermieden werden können, wenn die Beziehungen zwischen den Eltern gesund wären.“
    Vermutlich wären dann diese Kinder tatsächlich nicht Opfer geworden, andere aber schon, denn die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern ändert den Täter nicht.
    Es ist also Schuld des Kindes, weil es auf der Suche nach Liebe ist (steht nicht in der Bibel, liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst und lasset die Kinder zu mir kommen usw.?! Und jetzt einem Kind vorwerfen, dass es genau dort nach Geborgenheit sucht?), das Kind also sucht Liebe und verführt damit den ach so armem Priester? Es zieht ihn in seiner Verlorenheit mit hinein und ist Schuld daran, dass dieser sündigt, ja?
    Sonst noch was?
    Mit diesem Herrn Bischof würde ich gerne mal ein Gespräch führen…

  4. Michael Koch sagt:

    Die Kirche richtet sich selbst, die sich so verhält. Das sind nicht Menschen, die Gottes Wort verkünden, die sich unreflektiert so äußern.

  5. Brigitte Rippe sagt:

    die gehören einfach abgeschafft, bzw. wenn keiner mehr hingeht können sie ihre Kutten einmotten!

    Wird nicht mehr lange dauern, die meisten haben die Nase von der kath kirche voll.

  6. hannelore sagt:

    unfassbar was da behauptet wird, es ist dann kein wunder ,warum so viele menschen aus der kirche austreten und andere religionen suchen , annehmen.

  7. tamy sagt:

    Die Kirche ist schon lange kein Ort mehr der Zuflucht oder wo man sich sicher fühlen kann. Traurig das es jetzt auch noch heißt die Kinder seien daran schuld wenn sie missbraucht werden. Kinder brauchen und suchen liebe. Aber ganz bestimmt nicht so. Die Kirche versucht auch mit allen Mitteln sich von dem Vorwurf des Missbrauch frei zusprechen, , leider auch mit solche Aussagen.

  8. Frank Poschau sagt:

    Das ist doch logisch, Kinder sind ja auch selber schuld, dass sie geboren wurden. Diese Katholiken wissen das, die haben den Draht zu dem, der die ganze Pampe zusammenrührt, dem Klapperstorch übergibt und von Menschen segnen lässt, die ihre Sexualität mit sich, oder Kindern ausleben. Wer mit Gott verheiratet ist, sollte die Fresse halten oder die Altarkerzen nur dafür verwenden, für was diese gedacht waren, es werde Licht, amen. +++++++++++

  9. ruth sagt:

    Wenn es einen Gott gibt, wird er es Ihnen heimzahlen ! Die Hölle die sie den Menschen auf ERDEN bereitet haben…sie werden sie selbst erleben ! Der Teufel selber soll sie peinigen !

  10. Andrea Leppert sagt:

    Na, also, da hätten wir alle aber auch eher drauf kommen können! Diese kleinen, verruchten Kinder tarnen die sexuellen Übergriffe auf Geistliche als „Suche nach Liebe“ – das ist natürlich in höchstem Maße verwerflich. Wie soll sich so ein armer katholischer Geistlicher denn auch gegen solche eindeutigen Avancen eines Kindes zur Wehr setzen? Da ist es doch logisch, dass er zum Opfer wird. Da ist man doch echt fassunslos…. Dieses ganze pädophile katholische Kirchengesindel gehört abgesetzt!

  11. Gabi sagt:

    Das darf doch wohl nicht wahr sein ??? Wenn einer der Pfaffen einer meiner Kinder angefasst hätte , hätt ich ihn höchst persönlich– KASTRIERT– wie man es bei den Tieren macht. Ich bin auch allein erziehende Mutter von 2 Kindern und sie sind gut erzogen haben ihre Familien ,Kinder ,Arbeit usw. Wenn ich Berufswegen nicht in der Kirche bleiben müsste hätte ich schon lang den ganzen scheiss hingeworfen ,und wäre ausgetretten .

  12. Karina Glower sagt:

    Selbst wenn ein Kind, welches Sorgen daheim hat, sich an einen Pfarrer wendet weil es Trost sucht darf ein Pfarrer schon gar nicht dieses Kind anfassen. Erstens ist es Kindsmissbrauch und zweitens hat der Pfarrer Enthaltsamkeit geschworen und drittens erlaubt die katholische Kirche keinen Sex vor der Ehe…

  13. Anita Winter sagt:

    Ich kenne einige Priester , und alle die ich kenne sind homosexuell !
    Ich frage mich immer , werden die Jünglinge in ihrer Ausbildung schon zu dem gemacht was sie heute den Kindern antun? Es ist für mich sehr abstoßend , und ich würde jeden Kinderschänder an die Wand stellen! Ich glaube da hätte sogar Gott nichts dagegen!
    Aber noch die Eltern und Kinder zu beschuldigen, da hört sich für mich der Spaß auf! Ich trete ab heute von diesen Verein aus, ich unterstütze mit meiner Kirchensteuer keine so derartigen Brüder !
    Und denkt immer alle daran, Gott ist in euch, und nicht in der Kirche wie man es ja immer mehr erfährt! Nein, wenn es so derartige Menschen gibt, wie die Ausage von diesen Bischof ja bestätigt , da denke ich ,
    da lebt in diesen Kirchenverein nur mehr der Satan !

  14. johannes sagt:

    die gehören genauso eingesperrt wie andere kinderschänder,und was soll das das die kidis selber schuld sind sowas kann nur ein pole sagen den die hassen uns sowieso ,wegen dem was unsere vorfahren gemacht haben .es gibt kein kind das selber schuld ist den kinder können sich net wehren wie wir erwachsene,es soll doch mal so ein pfaffe zu mir kommen und es ausprobieren so ne verwaltigung dan zeig ich im was man mit so einem kinderschänder macht und machen sollte

  15. Ursula Ott sagt:

    So was von abartig!!! Schliesst und verbietet diesen Verein, die katholische Kirche bringt nur Ärger, Elend und Schmerzen

  16. Journalist01 sagt:

    Kommen Sie mal zu mir dann werde ich **Zensur, weil Aufruf zu Gewalt** .

    Kindesmißbrauch, Gelder verprassen und scheinheilig sein.
    Ixh rate allen aus der SEKTE Kirche auszutreten.

    Diese Genossen sind n0och schlimmer als Politiker. Pfui und Fahr zur Hölle wo du herkommst

  17. emporda sagt:

    Geradezu klassisch, der Täter ruft laut „Haltet den Dieb“ Bei der RKK sind immer die anderen schuld

    Papst Johannes XXIII befiehlt den sexuellen Missbrauch seiner **Zensur, weil beleidigender Inhalt** zu vertuschen und die Interessen der RKK über die der Opfer und der Justiz zu stellen. Die „Inquisition“ der RKK weist mit “Crimen Sollicitations” (1962 Kardinal Ottavini) und „De Delictis gravioribus“ (2001 Kardinal Ratzinger) die Kompetenz einzig dem Vatikan zu und befiehlt allen Bischöfen jeden Missbrauch zu leugnen, die Priester-Täter zu schützen, nach geltendem Kirchenrecht Akten zu vernichten und die Dokumente zu fälschen. Wer dagegen verstößt, dem droht man mit Verlust aller Privilegien und Exkommunikation bei Ausschluss von der Beichte, für die intellektuell stark behinderten Priester so fatal wie die Amputation beider Beine. Der Vatikan ist als Staat total korrupt, machtbesessen und zerstritten, geleitet von Egomanen und Profilneurotikern. Sexueller Missbrauch, Finanznöte, fehlende Daseinsberechtigung sind die täglichen Skandale, dazu die Vatikan-Bank als heiliger Hort von Mafia-Geldwäsche, Betrug und Steuerhinterziehung.

    Nach den neuesten Standards der US-Bischöfe gelten Priester nur noch als pädophil, wenn sexueller Kontakt mit mehr als mit 1 Kind unter 12 Jahren besteht. Etwa 52% der Fälle sexuellen Missbrauchs betreffen die Altersgruppe 12-15 Jahre, 26% der Fälle 8-11 Jahre und 5% der Fälle die Altersgruppe darunter, auch Missbrauch von Babys. Die pädophilien US-Priester kosten die **Zensur, weil beleidigender Inhalt** Sekte bisher 3 Milliarden US$ an Strafen, Abfindungen mit bis zu 1,3 Mio. US$/Opfer. Der Jesuitenorden und 8 US-Bistümer sind dadurch insolvent. Eine Sammelklage beinhaltet gar 660 Mio. US$ an Entschädigung für 508 Opfer missbraucht von 448 pädophilien Priestern. Etwa 30% davon beschäftigt die RKK weiterhin. Die RKK bezahlt 2009 n.C. weitere 375 Mio. US$ an Missbrauchsopfer, die Beschuldigungen gegen Priester sind nur zu 2% falsch. Im Vergleich zu 2008 ist der Missbrauch wieder deutlich gestiegen. Etwa 40% der US-Priesternovizen bestätigen eine Homo-Subkultur und Drogen in den RKK Seminaren.

    Eine Studie des John Jay College der City-Universität von 2010 ergibt 6.115 US-Priester (22 Bischöfe, 3303 Priester, 89 Nonnen, 215 Mönche, 50 Diakone, 21 Seminaristen), um 15% der US-Priester missbrauchen 16.324 Opfer sexuell, wahrscheinlich gibt es über 100.000 Opfer. Etwa 70 der 109 US-Bischöfe betreiben aktive Vertuschung, 12 sind zurückgetreten, 35 in Rente, 15 werden befördert und 3 versterben. Bis 2002 hat man nur 350 pädophile Priester entlassen, davon 218 im Jahr 2002. Die Erzbistum Philadelphia entlässt bis 2011 nur 21 ihrer Priester, Monsignore William Lynn deckt 22 Jahre lang pädophile Priester, vertuscht deren sexuellen Missbrauch und erhält 7 Jahre Gefängnis. Ähnlich handeln Diözesen wie Boston, Fort Worth, San Diego, Davenport, Portland, Louisville usw. Der emeritierte Kardinal Roger Mahony hat für jedes seiner Opfer eine Karteikrte angelegt, um für sie angemessen zu beten.

    Eine Untersuchungskommission der Niederlande deckt 2011 bis zu 20.000 Fälle sexuellen Missbrauchs auf, verursacht von 800 Priestern, von denen 105 noch leben. In Folge hat der Kindessmisbrauch juristisch keine Verfjährung mehr. Der Priester Bruder Andreas aus Heel wird verdächtigt von 1952 bis 1954 etwa 37 psychisch kranke Jungen tot gespritzt zu haben. Opfer wie Henk Heithuis und weitere werden gewaltsam sterilisiert, um ihre homosexuellen Neigungen „zu heilen“. Eine kanadische Kommission ermittelt laut BBC bei Befragungen und Besuchen an 500 Schulen den Missbrauch von etwa 150.000 Opfern in der Zeit vor 1970. Im Bistum München sind 159 Priester, 15 Diakone, 6 Mitarbeiter und 96 Religionslehrer sexuell auffällig, nach der Aktenvernichtung ist eine hohe Dunkelziffer zu erwarten. Ein Priester des Bistums Regensburg hält sich im Haushalt einen minderjährigen Ziehsohn, die Haushälterin wird vom Bischof Gerhard Ludwig Müller per Strafandrohung zum Schweigen verdammt. Die Missbrauchsbeauftragte Bergmann erhält in 6 Monaten 8.000 Meldungen von Missbrauch.

    Die irische Sektion der **Zensur, weil beleidigender Inhalt** hat ca. 43.000 Missbrauchfälle in christlichen Kinderheimen als Arbeitssklaven. Über 10.000 Frauen müssen in katholischen Frauenhäusern ohne Lohn arbeiten, Heimkinder werden missbraucht und sogar ermordet. Die Orden „Mercy Sisters“, „Sisters of Our Lady of Charity“, „Schwestern von der Nächstenliebe“ und „Schwestern vom Guten Hirten“ verweigern in christlicher Nächstenliebe jeden Beitrag zum Ausgleichsfond, die 1,2 Milliarden € Entschädigung der Opfer zahlt der irische Steuerzahler. Dazu kommen weitere 160 Missbrauchfälle, die erst im November 2011 aufgedeckt werden. England und Wales haben eine Datenbank mit 23,097 Fällen von Missbrauch mit detaillierten Angaben, darin sind etwa 18.000 pädophile Kinderficker gelistet. Die Zeugen Jehovas haben bei weltweit um 5 Mio. Mitgliedern etwa 23.720 Fälle von sexuellem Missbrauch in Patterson/New York gespeichert.

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