Kinderoffensive von Recht und Gerechtigkeit

Die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ist schon seit einigen Monaten darum bemüht, sich als fachlich kompetente Alternative zur Regierung zu profilieren. Zum Bespiel hat die Partei schon eine Debatte zur Wirtschaftspolitik und zum Gesundheitswesen organisiert. Ein Symbol für diesen Kurs ist Prof. Piotr Glinski, der Kandidat der Partei für ein konstruktives Misstrauensvotum – diese Strategie ergänzt die rechtskonservative und klerikale Seite der Partei, für diese exemplarisch Antoni Macierewicz steht, ein führender PiS-Politiker, der sich stark in der Debatte um das Flugzeugunglück 2010 engagiert, bei dem unter anderem der Präsident Lech Kaczynski ums Leben gekommen ist.

Heute fand eine weitere Debatte statt, die die fachliche Kompetenz der Partei in den Vordergrund rücken sollten. Bei der Veranstaltung unter dem Titel „Jetzt die Familie“ führten der PiS-Vorsitzenden Jarolaw Kaczynski und Piotr Glinski eine Grundsatzdebatte bezüglich der Familienpolitik. Kaczynski möchte demnach erreichen, dass „das Kinderkriegen wünschenswert und modern wird“. Er sieht gerade durch die demographische Entwicklung die Zukunft des Landes bedroht; wichtige Gründe sind seiner Meinung nach die hohe Armut und Arbeitslosigkeit sowie die geringe Anzahl an Wohnungen. Glinski sieht als mögliche Lösungswege eine bessere soziale Absicherung und Steuererleichterungen für Unternehmen, die zum Abbau der Arbeitslosigkeit führen sollen.

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