Misiewicz verlässt PiS

Der Name Bartlomiej Misiewicz erschien in den polnsichen Medien sehr oft in den letzten anderthalb Jahren. Der junge Politiker machte eine rasche Karriere an der Seite von Antoni Macierewicz – trotz mangelnder Erfahrung. Doch seine letzten Fehltritte führten zunächst zur suspendierung in seiner Pratei, heute hat er seine Mitgliedschaft selber aufgegeben.

Bartlomiej Misiewicz ist ein junger Politiker, der seine ersten politischen Schritte in der Schule und der Gemeinde machte. Der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) trat er 2010 bei. Im selben Jahr wurde er Vorsitzender der parlamentarischen Gruppe zur Ursachenermittlung der Flugkatastrophe von Smolensk. So begann auch seine Zusammenarbeit mit Verteidigungsminister Antoni Macierewicz (PiS). Nach dem Machtwechsel 2015 ist Misiewicz zum Sprecher des Verteidigungsministeriums und zum Chef des Büros von Macierewicz geworden. Kurz danach wurde er für Verdienste für die Verteidigungsbereitschaft des Landes ausgezeichnet.

Der Name Misiewicz wurde somit zum schmachvollen Symbol für Personen in staatlichen Ämtern und höheren Posten, die diese der Mitgliedschaft in der Partei PiS verdanken. Besonders, dass Misiewicz ein junger Mann ohne große Erfahrung in der Politik ist und trotzdem eine rasche Karriere in dieser machte. Doch in den letzten Wochen erschienen Meldungen in den Medien, dass Misiewicz die Stelle des Beauftragten der Polnischen Bewaffnungsgruppe (PGZ) bekam und sein monatliches Einkommen nun etwa 12.000 Euro betragen soll. Dies stoß auf heftige Kritik.

Der PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski suspendierte daraufhin Misiewicz von der Mitgliedschaft in der Partei. Heute fand die Parteisitzung zu seinem Thema statt. Am Nachmittag, nach der Sitzung teilte Misiewicz persönlich mit, seine Mitgliedschaft in PiS aufgegeben zu haben. Als Grund nannte er die mediale Hetzjagt auf die Partei durch ihn. Die Sprecherin der regierender Partei kommentierte dies nur kurz, dass somit sein Fall abgeschlossen sei.

Bild: Bartlomiej Misiewicz  // (cc)  P.Tracz/KPRM [Public Domain Mark 1.0] / Flickr

 

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