Neuer Bericht bestätigt Smolensk-Untersuchung

Heute hat die sogenannte „Lasek-Gruppe“, eine Art Untersuchungskommission zum Unglück bei Smolensk im Umfeld des Ministerpräsidenten Donald Tusk, ihre Ergebnisse präsentiert. Die Gruppe unter Vorsitz von Maciej Lasek war gegründet worden war, um die Umstände der Katastrophe von Smolensk erneut zu prüfen. Sie sollte dabei den Bericht der Miller-Kommission begutachten und Stellung zu den heftigen Kritiken von Seiten der rechten Opposition beziehen.

Tatsächlich hat die „Lasek-Gruppe“ den Bericht der Miller-Kommission komplett bestätigt und gegen die alternativen Theorien, die besonders von der Sejmgruppe um Antoni Macierewicz vertreten werden, verteidigt.

Alle Verschwörungstheorien unhaltbar

Für die Anschlagstheorie fehlten alle Beweise, so das Credo der „Lasek-Gruppe“. Auch die Theorie eines Triebwerksausfalls oder einer Behinderung der Landung durch die Russen hätten die Kritiker um Macierewicz nie belegen können. Die Präsidentenmaschine sei einfach zu niedrig geflogen und durch den Kontakt mit Bäumen abgestürzt und zerschellt.

Antoni Macierewicz antwortete sofort auf die Veröffentlichung und beschuldigte die „Lasek-Gruppe“, einfach die russische Propaganda zu wiederholen. Er warf ihr die Fabrikation von Lügen vor. Es sei nicht hinzunehmen, den polnischen Piloten die Schuld zuzuweisen.

Doch Macierewicz scheint in letzter Zeit mit seinen Theorien an Rückhalt zu verlieren. Maciej Lasek hat bereits angedeutet, es könnte eventuell zu einem Treffen der beiden Lager hinter verschlossenen Türen kommen.

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