Neues Bündnis im rechten Lager

Die Neue Rechte von Janusz Korwin-Mikke und die Republikaner von Przemyslaw Wipler wollen kooperieren. Das rechte Lager bleibt jedoch gespalten. Die Medien fokussieren sich auf nächtliche Alkohol-Eskapaden.

Auf einer Pressekonferenz kündigten heute Janusz Korwin-Mikke (Neue Rechte) und Przemyslaw Wipler (Republikanischer Verband) eine Zusammenarbeit an. Damit haben sich zwei Spitzenpolitiker der politischen Rechten für die nächsten Wahlen zusammengetan. Wipler war erst vor etwas über einem halben Jahr aus der rechtsklerikalen Recht und Gerechtigkeit (PiS) ausgetreten. Er hatte den angeblichen „Linksschwenk“ der Partei kritisiert. Danach hatte er sich erst mit Jaroslaw Gowin (ehemals Bürgerplattform, PO) und dessen neuer Partei Polen Gemeinsam verbündet.

Inzwischen ist es jedoch zum Zerwürfnis zwischen Wipler und Gowin gekommen. Wipler war zudem zuletzt in einem Zwischenfall mit Polizisten aneinandergeraten. Angeblich soll auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Daher war dieser Vorfall auch das wichtigste Gesprächsthema in den polnischen Medien. Korwin-Mikke sagte jedoch, ihn interessierten „nächtliche Exzesse“ nicht, er wolle mit Wipler auf jeden Fall zusammenarbeiten.

Das rechte Lager ist in Polen traditionell stark zerstritten und in viele Parteien und Bewegungen aufgeteilt. Die führende Kraft ist momentan die Partei Recht und Gerechtigkeit von Jaroslaw Kaczynski. Daneben versuchen Solidarisches Polen (SP), Polen Gemeinsam, Neue Rechte, Republikaner und viele andere Klein- und Kleinstparteien Wähler und Anhänger zu gewinnen. Immer wieder kommt es dabei zu unterschiedlichen Bündnissen und Lagerbildungen. Auch spektakuläre Zerwürfnisse und Streitereien sind keine Seltenheit. Die Zeit wird zeigen, wie lange diese neue Allianz hält.

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