Opposition kritisiert Regierung wegen OSZE-Beobachtern

Unter den in der Ukraine entführten OSZE-Beobachtern ist auch ein polnischer Staatsbürger. Die rechtsklerikale Opposition fordert daher von der Regierung, mehr für dessen Freilassung zu tun. Außenminister Radoslaw Sikorski sieht darin nur Wahlkampfmanöver.

Unter den am Freitag in der Region Donezk entführten Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist auch ein polnischer Staatsbürger. Bisher gibt es noch keine genauen Angaben über den Verbleib der Gruppe – vermutlich werden sie im Hauptquartier der Sicherheitskräfte in Slawjansk festgehalten.

In Polen hat derweil Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski (PiS) heute der polnischen Regierung Inaktivität und Passivität vorgeworfen. Seiner Ansicht nach sei es die Aufgabe der Regierung, sich sofort für die Freilassung des polnischen Bürgers einzusetzen.

Außenminister Radoslaw Sikorski (Bürgerplattform (PO) antwortete auf die Forderung, dass sich die Regierung natürlich für die Freilassung einsetze. Kritik hatte er dafür für Kaczynski übrig: Für diesen gebe es offenbar keine Äußerung, die er nicht nutze, um Wählerstimmen zu gewinnen. Dies tue Kaczynski selbst dann, wenn das Schicksal von Entführten auf dem Spiel stünden.

Die OSZE-Beobachter waren am Freitag von russischsprachigen Aufständischen in der Ostukraine entführt worden. Die Entführer werfen ihnen vor, westliche Spione zu sein. Die OSZE bestreitet das.

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