Patriarch von Antiochien in Warschau

Das orthodoxe Kirchenoberhaupt von Antiochien Johannes X. ist seit einigen Tagen zu seinem ersten Besuch in Polen. Der Patriarch kam aus Syrien, wo seit einigen Jahren ein Bürgerkrieg herrscht. Er traf sich heute zu einem Gespräch mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda, um die Situation der Christen im Nahen Osten zu besprechen.

JesusDer rum-orthodoxe Patriarch Johannes X. ist auf Einladung des Metropoliten Sawa, dem Oberhaupt der orthodoxen Kirche in Polen, in Warschau. Diese Einladung ist ein Zeichen der Unterstützung und Solidarität der Orthodoxen Kirche in Polen mit den Glaubensbrüdern in Syrien. Es ist der erste Besuch von Johannes X. in Polen.

Während des Besuches erhielt der Patriarch von Antiochien die Ehrendoktorwürde der Christlichen Akademie für Theologie in Warschau. An dieser Hochschule studieren unter anderem die künftigen Geistlichen der orthodoxen und der evangelischen Kirchen in Polen.

Treffen mit Andrzej Duda

Heute traf sich Patriarch Johannes X. zu einem Gespräch mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda, um die Situation der Christen in Syrien zu besprechen. In diesem Gespräch betonte der orthodoxe Geistliche, dass die christlichen Syrer, sowie Vertreter anderer Konfessionen Kriegsopfer seien, weswegen sie aus diesem Land auch flüchteten. Hilfe solle ihnen vor allem vor Ort geleistet werden, damit seine Landsleute ein sicheres Zuhause, welches nicht verlassen werden muss, hätten.

Johannes X. sprach ebenfalls von den Bemühungen der rum-orthodoxen Kirche, die Gemeinden aufrechtzuerhalten, Gottesdienste abzuhalten und karitative Aktionen durchzuführen. Präsident Andrzej Duda versicherte das Engagement Polens für die syrischen Flüchtlinge und die Bereitschaft, die Friedensgespräche in Syrien zu unterstützen. Er erzählte ebenfalls von polnischen ehrenamtlichen Projekten wie dem Bau von Schulen und Kinderheimen im Libanon und von zahlreichen christlichen Geldsammelaktionen in polnischen Kirchen für die Christen im Nahen Osten.

Bild: Christus-König-Statue in Swiebodzin // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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Eine Antwort auf "Patriarch von Antiochien in Warschau"

  1. Andrzej sagt:

    Alles schöne Worte von Duda ohne hintergrund. Kirchenspenden haben bekanntlich nichts mit einem Staatengagement zu tun. Aber wenigstens konnte er etwas sagen. Wenn es auch nichts nennenswertes war. Peinlich für ein Staatsoberhaupt.

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