Polen fühlt sich bedroht

Die Diskussion um mehr NATO-Truppen in Polen geht weiter. Regierung und rechte Opposition wollen diese unbedingt, um sich gegenüber Russland sicherer zu fühlen. Die linke Opposition warnt dagegen vor einer Rhetorik des Kalten Krieges. Sie fordert eine Verständigung mit Moskau.

Die Diskussion um eine erweiterte Präsenz von NATO-Truppen in Polen geht weiter. Erst vor ein paar Tagen hatte Außenminister Radoslaw Sikorski (Bürgerplattform, PO) zwei Brigaden gefordert. Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski (Recht und Gerechtigkeit, PiS) unterstrich heute in einer Rede noch einmal seine Forderung nach mehr Truppen in Polen. Polen benötige gut gerüstete Soldaten, auch NATO-Kräfte – am besten US-Amerikaner, um sich sicher zu fühlen. Der Politiker fürchtet, dass „Russland uns angreifen könnte“. Daher bräuchte es eine starke Armee, damit in Polen bei einem Angriff „ein richtiger Krieg ausbricht und nicht irgend so eine Intervention“. Außerdem würden mehr Truppen die polnische Position und das Prestige auf der internationalen Bühne anheben. Die Außenpolitik der Tusk-Regierung nannte er eine „einzige große Katastrophe“.

Präsident Bronislaw Komorowski sprach sich ebenfalls erneut für eine Verstärkung der NATO-Präsenz aus. Es liege Polen viel daran, „dass im großen Rahmen eine NATO-Infrastruktur aufgebaut wird“. Neben den NATO-Luftstreitkräften verwies er auch auf den viel diskutierten Raketenschild, der bald gebaut werden soll. Komorowski betonte auch noch einmal die Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrages, um die Polen gebeten hatte. Danach müssen sich alle NATO-Staaten beraten, wenn ein Land sich in seiner territorialen Unversehrtheit, der Sicherheit oder der politischen Unabhängigkeit bedroht fühlt. Komorowski bestätigte damit indirekt, dass sich die polnische Regierung von Russland bedroht fühlt.

SLD warnt vor Rhetorik des Kalten Krieges

Andere Töne schlägt der sozialdemokratische Bund der Demokratischen Linken (SLD) an. Der Sejm-Abgeordnete Stanislaw Wziatek sagte, die bisherigen Vorschläge einer weiteren Stationierung von NATO-Truppen führten zu einer „Beschleunigung der Rhetorik des Kalten Krieges“. Mehr NATO-Soldaten würden eine Reaktion Russlands provozieren – etwa eine Verstärkung von Truppen in der Oblast Kaliningrad oder in Belarus. Weil sich wichtige Staaten wie Deutschland schon gegen mehr NATO-Truppen in Mittelosteuropa ausgesprochen hätten, sei die Diskussion eh überflüssig. Sie schade lediglich den polnisch-russischen Beziehungen und der polnischen Wirtschaft. Stattdessen sollten lieber Notfallprozeduren der NATO überarbeitet und verstärkt Schulungen durchgeführt werden. Eine aktuelle Bedrohungslage für Polen bestehe nicht.

Mit dieser Meinung steht der SLD im polnischen Parteienspektrum alleine da. Sie ist die einzige Partei, die den Anschluss der Krim an Russland zwar nicht gutheißt, aber gleichzeitig für eine Verständigung mit Moskau wirbt. In den anderen Parteien fühlen sich die meisten Politiker zwar nicht unbedingt stärker durch Russland bedroht, sprechen sich aber in der Regel ebenfalls für eine höhere NATO-Präsenz aus. Die aggressivste Rhetorik setzen die PiS und ihr Vorsitzender Jaroslaw Kaczynski ein, die klar von einer neuen Bedrohungslage für Polen ausgeht. Die Regierung wird sich wohl derweil für mehr NATO-Truppen einsetzen, ob sie diese bekommt, wird sich zeigen.

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67 Antworten auf "Polen fühlt sich bedroht"

  1. Bruno Steiger sagt:

    Wiederholt sich Chronik der Vergangenheit?
    Damals holte man sich Garantien gegen Deutschland.

    • Deutsch-Pole sagt:

      „Damals holte man sich Garantien gegen Deutschland.“

      Völlig zu Recht, wie sich ja dann heraus gestellt hat…

      • Bruno Steiger sagt:

        Durch diese Garantien fing die Miesere erst an.
        Ihnen ist sicher die Aussage des poln. Marschall Rydz-Smigly ,im Juni 1939 bekannt. Nicht soweit aus dem Fenster lehnen…
        Garantien waren und sind Öl ins Feuer. Damals wie heute…

        • Deutsch-Pole sagt:

          Der einzige der sich hier aus dem Fenstger lehnt, sind Sie:

          1. Das sogenannte Zitat des Marschalls Rydz-Smigly ist in keinster Weise glaubhaft belegt und kusiert nur in rechten Kreisen als Phantomzitat aus eine wenig glaubhaften Buch durch das Internet.

          2. Die Misere fing mit einem Herrn Adolf Hitler an. Das Buch „Mein Kampf“ sowie die nationalsozialistische Ideologie mit der Kernthese eines Kampfes um Lebensraum im Osten ist hinläglich bekannt.

          3. Wenn ein Adolf Hitler Polen mit unerfüllbaren Foderungen erpresst um es entweder zu einem Vasallenstaat zu degradieren (Eintritt in die Anti-Komintern) oder um schlicht einen Grund für einen Krieg zu provozieren, dann ist nicht Polen Schuld, dass sich zu seiner Sicherheit seiner Verbündeten versichert, sondern ein unfähiger Adolf Hitler der sich in seinem Größenwahn verschätzt und trotz aller Warnungen angreift.

          Vorsicht, das Fensterbrett unter ihnen ist wirklich sehr dünn!

          • Bruno Steiger sagt:

            Die Misere begann bekanntlich weit vor einem A. Hitler.
            Das Versailler Diktat von 1919 war der Ursprung und die Keimstätte eines noch verheerenderen Krieges.
            Ministerpräsident Philipp Scheidemann von der SPD , urteilte am 12 Mai 1919 hierzu : :
            „Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legte?

            Gustav Bauer (SPD), Deutscher Reichskanzler:“Hier wird ein besiegtes Volk an Leib und Seele vergewaltigt wie kein Volk je zuvor.“

            Marshall Foch (1919), franz. Offizier/Oberbefehlshaber der Alliierten im Ersten Weltkrieg:“Das ist kein Friede. Das ist ein Waffenstillstand für zwanzig Jahre.“

            Wenn man die Geschichte so einseitig lesen und deuten möchte wie Sie, dann wird das von Ihnen zitierte Fensterbrett nicht sehr dünn, sondern es ist sehr dünn.

            .

          • Deutsch-Pole sagt:

            Ich interpretiere die Geschichte nicht im geringsten Einseitig, ich bin in der Lage alle Aspekte ohne nationalistische Interpretation zu betrachten. Als Deutscher und als Pole bin ich in der Lage beide Seiten objektiv zu betrachten. Ganz im Gegensatz zu Ihnen.

            Die Kern für den späteren deutsch-polnischen (Grenz)-Konflikt im 20. Jahrhundert waren übrigens die 3 Polnischen Teilungen im 18. Jahrhundert. Als Polen als Staat nach über 120 Jahren Teilung wieder entstand, führten die gerechtfertigten Forderungen Polens auf Großpolen um Posen und Gnesen sowie Preußen königlichen Anteils (Korridor) natürlich zu Konflikten. Nicht gerechtfertigt waren selbst verständlich die Ansprüche auf Oberschlesien sowie Teile Ostpreußens (sowie auch auf Teile Litauens mit Wilna).

            Der Versailler-Vertrag hat unter anderem neue Konflikte und alte Grenzstreitigkeiten aufbrechen lassen. Doch dies legte besten Falls den Nährboden, aber niemals die Ursache für den 2. Weltkrieg. Dass diese Konflikte nur militärisch zu lösen gewesen wären ist reine Propaganda. Adolf Hitler legte es bewusst auf diesen Krieg an, denn er provozierte und verschärfte die Lage eindeutig. Das Nationalsozialistische Deutschland als Opfer darzustellen, das zum Angriff gezwungen worden wäre ist nicht nur lächerlich, sondern eine bodenlosen Unverschämtheit. Wenn es Adolf Hitler allein um die streitigen Gebiete zwischen Polen und Deutschland gegangen wäre, dann wäre der Feldzug ganz anders geplant worden. Schließlich ging es bei dem Feldzug eindeutig um die Zerschlagung Polens als Staat auf dem Weg nach Rußland.

            „Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen und weisen den Blick nach dem Land im Osten. […] Wenn wir aber heute in Europa von neuem Grund und Boden reden, können wir in erster Linie nur an Rußland und die ihm untertanen Randstaaten denken.“
            Adolf Hitler aus Mein Kampf

            „Wie soll politische Macht, wenn sie gewonnen ist, gebraucht werden? […] Vielleicht Erkämpfung neuer Export-Mögl., vielleicht – und wohl besser – Eroberung neuen Lebensraumes im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung.“ + „[…]das Ziel der Ausweitung des Lebensraumes des deutschen Volkes wird auch mit bewaffneter Hand erreicht werden – Das Ziel würde wahrscheinlich der Osten sein. Doch eine Germanisierung der Bevölkerung des annektierten bezw. eroberten Landes ist nicht möglich. Man kann nur Boden germanisieren. Man muss wie Polen und Frankreich nach dem Kriege rücksichtslos einige Millionen Menschen ausweisen.“ Adolf Hitler (03.02.1933, Liebmann-Mitschrift)

            „Das Ziel der deutschen Politik sei die Sicherung und die Erhaltung der Volksmasse und deren Vermehrung. Somit handele es sich um das Problem des Raumes. […] Zur Lösung der deutschen Frage könne es nur den Weg der Gewalt geben, dieser niemals risikolos sein. […]“ Indirketes Zitat Adolf Hitlers aus der Hoßbach-Niederschrift, 05.11.1937

            „Danzig ist nicht das Objekt, um das es geht. Es handelt sich für uns um Arrondierung des Lebensraumes im Osten und um Sicherstellung der Ernährung … In Europa ist keine andere Möglichkeit zu sehen.“ Adolf Hitler (23.5.1939, Schmundt-Mitschrift)

          • Deutsch-Pole sagt:

            Die politischen Konstellationen in Europa Ende der 1939 waren zwar kompliziert und in vielen Staaten geisterte das Gespenst des Nationalismus und Faschismus (auch im damals autoritären Polen). Aber der Weg in den Krieg war zu diesem Zeitpunkt kein Selbstläufer. Das nationalsozialistische Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt den größten Teil der Lasten aus dem Versailler-Vertrag einseitig abgeschüttelt (insbesondere die Beschränkung der Armee und die Reparationszahlungen) und sich mit Deutsch-Österreich, Böhmen-Mähren und der Rest-Tschechei Gebiete einverleibt die vorher nicht zum willhelminischen Kaiserreich gehört hatten. Der Angriff auf Polen mit dem Ziel den Staat zu zerstören um so den Weg zur Eroberung Rußlands zu eröffnen geht ganz klar auf die einseitige Entscheidung der nationalsozialitischen Führung – Hauptsächlich Hitler – zurück. Die politische Konstellation und der Vorwand (z.B.: Danzig) mag die eine Sache gewesen sein, die Motivation und das Kriegsziel Hitlers sind jedoch hinreichend bewiesen. Daran gibt es nichts zu deuten oder zu relativieren.

          • Bruno Steiger sagt:

            Zwischen 1919 und 1923 werden vom Völkerbund 75 Beschwerden der deutschen Minderheit in Polen anerkannt, am 10. September 1923 stellt der Internationale Gerichtshof fest, daß Polen das Minderheitenrecht verletzt und den Minderheitenschutzvertrag gebrochen hat. Selbst französische Intellektuelle und Politiker protestieren 1924 offen gegen den „polnischen Terror“.

            Die Konzentrationslager Stralkowo erbaut 1919 und Szcypiorno erbaut 1918 für Deutsche im neu geschaffenen Polen.
            Im Jahr 1926 eröffnet Polen zwei neue „Konzentrationslager“ in Bereza Kartuska , , und Brest Litowsk zur Internierung von Deutschen und Ukrainer sowie anderen politischen Häftlingen .

          • Deutsch-Pole sagt:

            Die Minderheitenpolitik Polens zu dieser Zeit war und ist nicht zu rechtfertigen. Hier wurden polnische Staatsbürger zu Bürgern 2 Klasse degradierd und diskiminiert. Allerdings schwankte von 1918 bis 1939 diese Politik stark in verschiedene Extreme und hing auch von den jeweiligen Machthabern ab. Aber die von Ihnen aufgeführten Fälle sind aus 1919 und aus 1926, also weit vor 1939 und noch weit vor Adolf Hitler. Diese Fälle sind für die Begründung eines Kriegs 1939 absolut und völlig ausgeschlossen. Bis kurz vor den Spannungen gab es zwischen Deutschland und Polen neben dem Nichtangriffspakt ein gegenseitiges Minderheitenabkommen das auch von beiden Seiten weitgehend eingehalten wurde. Erst mit den zunehmenden Drohungen Nazideutschlands hat Polen dies zum Ende hin- bedauerlicher Weise (!) – einseitig gekündigt. Ihre Argumentation ist also absolut haltlos. Sie stehen auf verlorenem Posten.

  2. Raketenschild und mehr Nato-Truppen in Polen sind der falsche Weg.

    • Deutsch-Pole sagt:

      Richtig, aber die historische Chance die NATO aufzulösen und ein rein europäisches Verteidigungsbündnis zu bilden um sich von den USA zu emanzipieren wurde von den Europäern leichtfertig vertan… jetzt wäre es umso notwendiger aber es ist jetzt umso schwerer…

  3. Ralf Meier sagt:

    Wer will nun was ? Ich hab da so meine Bedenken , nicht gegen das polnische Volk ! Aber in Polen sind bald wieder Wahlen – Politiker wie in D !!!
    Danke liebe polnische Regierung !
    Besser geht es nicht, um von den eigenen Versäumnissen gegenüber dem Volk abzulenken und aus der EU und NATO noch mehr herauszukitzeln – bzw. auf Umwegen für die eigene Tasche zu betteln bzw. ein zu kassieren ! Schade .. Schade… Schade… !
    Trotz alledem bin ich ein großer Fan des POLNISCHEN Volkes und ihrer aussergewöhnlichen Gastfreundschaft und Herzlichkeit !!
    Freundliche Grüße ,
    Ralf Meier
    Allstedt

  4. Deutsch-Pole sagt:

    Die polnische Reaktion ist aufgrund der historischen Erfahrungen nachvollziehbar.
    Die polnische Analyse der Bedrohung durch die russische Großmachtsdiktatur ist vollkommen richtig.
    Die Schlussfolgerungen Polens und aller anderen europäischer Staaten in Bezug auf eine Stärkung der NATO und einer stärkeren Militärpräsenz der USA in der Region sind jedoch grundlegend falsch. Denn der Konflikt in der Ukraine ist allein das Ergebniss der Machtkämpfe zwischen USA und Rußland um Einfluss in Europa. Europa wird zwischen diesen beiden undemokratischen, imperialistischen Machtblöcken aufgerieben und geteilt.

    Darum ist es notwendig, dass sich Europa in einem starken Staatenverbund zusammenschließt und sich von beiden Großmächten politisch, wirtschaftlich und militärisch emanzipiert und distanziert. Dazu zählt auch und vor allem ein rein europäisches Verteidigungsbüdnis unter Auschluss der NATO bzw. USA. Nur so kann Europa sich, gegen die Bedrohung von Demokratie, Freiheit und Frieden aus Moskau und Washington gleichermaßen schützen.

    Alles andere – gerade eine stäkerer Schulterschluss mit einem der beiden Machtblöcke – birgt die Gefahr einer weiteren Eskalation und das Ende eines freien, demokratischen Europas in sich!

    • Bruno Steiger sagt:

      Zitat:“Die polnische Reaktion ist aufgrund der historischen Erfahrungen…“

      Wie viel Kriege gingen von Polen aus? Bitte einmal nachzählen.

      • Deutsch-Pole sagt:

        Wie jeder andere Staat hat auch Polen bzw. Polen-Litauen in seiner Geschichte Kiege geführt. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Aber es war Polen, das 120 Jahre lang durch drei Teilungsmächte politisch und kulturell unterdrückt wurde und es war Polen das 70 Jahre lang sowjet-russisch besetzt war, nicht umgehrt. Also bitte einmal nach rechnen.

        • Deutsch-Pole sagt:

          Nachtrag: gemeint waren natürlich 40 Jahre Sowejtbesatzung.

          • Bruno Steiger sagt:

            Es gab auch von Polen ausgehende Kriege vor 1945, die nichts mit einer russischen Besetzung zu tun haben.
            Polnisch-Russischer Kriege
            Polnisch- Litauischer Krieg
            Polnisch – Ukrainischer Krieg

          • Deutsch-Pole sagt:

            Ich habe diese Kriege nie bestritten. Diesen haltlosen Vorwürf müssen Sie mir eben machen, nur vor um ihre nationalistiche Attaken mir gegenüber weiterführen zu können…

            Die Ansprüchen Polens auf Teile Litauens und der Ukraine waren einen großer Fehler und überwiegend nicht gerechtfertigt. Ein Fehler war es vorallem diese mit Gewalt umzusetzen. Mit diesen Länder hätte man sich besser er arrangiert in Anbetracht der Bedrohung aller drei Länder durch Rußland. Auch die Eroberung polnischen Terretoriums im Osten zur Befreiung dieser Gebiete von den roten und weißen Garden war letztlich ein Fehler, da dieses Gebiet durch seine starke Mischbesiedlung und inneren Konflikte nur schwer zu halten und zu integrieren gewesen war.

            Diese Kriege bzw. wie sie geführt wurden, sind nicht zu rechtfertigen. Da beschönige ich nichts.

            Der einzige der hier in dieser Diskussion einen Krieg (sogar Weltrkieg) mit unlogischen Argumenten rechtferigt sind Sie!

  5. Bruno Steiger sagt:

    @Deutsch-Pole

    Einerseits stimmen Sie meinen Argumenten zu ,andererseits argumentieren Sie am Ende Ihrer Beiträge genau wieder andersherum.
    Auch rechtfertige ich keine Kriege, von keiner Seiten, sondern zeige lediglich die zweite Seite der Geschichte auf. Welche Sie in Ihren Beiträgen nicht gedenken zu erwähnen. Warum? Weil sich Polen immer die Opferrolle spielt???

    • Deutsch-Pole sagt:

      „Einerseits stimmen Sie meinen Argumenten zu ,andererseits argumentieren Sie am Ende Ihrer Beiträge genau wieder andersherum.“

      Dann muss ich stark an Ihrer Lesekompetenz zweifeln. Gewisse historische Tatsachen die Sie hier ansprechen stimme ich zu. Zumindest einiges davon sind nicht zuleugenende Fakten die in der historischen Geschichtsforschung auch längst bekannt sind. Ich widespreche jedoch Ihrer Argumentation, dass diese Tatsachen der Kriegsgrund von 1939 gewesen sind und die Ursache für die Entscheidung Adolf Hilters Polen anzugreifen. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Wenn sie das intellektuell nicht begreifen können, ist das nicht meine Schuld.

      „Auch rechtfertige ich keine Kriege, von keiner Seiten, sondern zeige lediglich die zweite Seite der Geschichte auf.“

      Nein. Sie relativeren, weil sie in Kategorien von Kollektivschuld ganzer Völker argumentieren. Das mit der „Kollektivschuld“ der Deutschen bis in die heutige Generation ist natürlich Unsinn, aber weil Sie noch selbst in diesem Denken verfangen sind, müssen Sie vermeintlich entlastende Konstruktionen erfinden.

      „Welche Sie in Ihren Beiträgen nicht gedenken zu erwähnen.“

      Diese Dinge waren hier vorher schlicht nicht Thema, deshalb muss ich Sie nicht erwähnen. Sie dürfen diese natürlich gerne erwähen. Es ändert aber nichts an den historischen Tatsachen zum Kriegsausbruch 1939 und der nationalsozialistischen Ideologiie, welche einen europäischen Krieg um Lebensraum im Osten zur Kernthese hatte.

      „Warum? Weil sich Polen immer die Opferrolle spielt??“

      Also diese Pauschalaussage ist ohnehin schon dümlich. Aber das mag ja ihre subjektive Interpreatation sein. Interessant für jemanden, der versucht die Geschichte so umzudeuten, dass die uneingschränkten Opferrolle einem Adolf Hitler und seiner Nazi-Bande zufällt…

      • Bruno Steiger sagt:

        Sie reden von intellektuell nicht begreifen können? Nicht schlecht die Aussage, jedoch sollten Sie einmal bei sich anfangen. Ihre einseitige Denkweiße ist starr in Ihrer ideologischen Haltung gefangen.
        Wenn auch Ihre, immer wiederkehrende einseitige Argumentation recht deutlich hervor tritt, so gewinnt diese durch ständige Wiederholung auch nicht mehr an Wahrheitsgehalt.
        Ihnen ist es nicht möglich, die Geschichte im ganzen zuerkennen .Ich habe versucht Ihnen ein paar Fakten auf zu zeigen. Was jedoch leider vergebens war. Aus der Geschichte, suchen Sie sich das heraus, was Ihnen in Ihrer „Argumentation“ hilfreich scheint. Alles andere wird nicht erwähnt , oder umgedeutet. Nun ja, also das alt bekannte Schema.
        Ich wünsche Ihnen noch ein „Frohes Ostern“.

        • Deutsch-Pole sagt:

          Der einzige der hier absolut einseitig argumentiert sind Sie, denn sie legen sich die historischen Fakten so zusammen, dass eine einseitige Interpretation nach Ihren starren ideologischen Grundsätzen möglich ist. Der einzige der hier umdeutet und Fakten verschweigt sind Sie.

          Ich dagegen erkenne die Geschichte als Ganzes. Weder blende ich etwas noch deute ich etwas um. Die Bedeutung der Vorgeschichte ist mir wesentlich bewusster als Ihnen, schließlich erkenne ich auch die Bedeutung der 3 Polnischen Teilungen als ein wesentlichen Faktor für den deutsch-polnischen Konflikt des 20. Jahrhunderts.

          Sie dagegen führen allein alles nur auf den Versailler-Vertrag zurück. Dieser wird nach Ihrer Lesart völlig überstrapaziert und ist am Ende Schuld an der Ideologie der Nationalsozilisten, der Machtergreifung der Nationalsozialisten, dem Terror und Mord der Nazis am eigenen Volk und an den deutschen Juden, dem Eroberungskrieg um Lebensraum der Nazis in Polen und Rußland und wohl sogar für den Holocaust an den Juden und anderen Völkern. Ein alt bekanntes Schema aus gewissen Kreisen…

          • Bruno Steiger sagt:

            Sie wiederholen das, was ich an Sie gerichtet habe. Ist das nicht ein wenig einfallslos? Aber wenn man nicht mehr weiter weiß….
            Um noch einmal auf das Versailler-Diktat zurück zu kommen. Natürlich ist dies nur das Ergebniß, eines für Deutschland verlorenen Krieges. Die Interesse an deutschen Gebieten, war von poln. Seite weit vorher vorhanden. Da haben Sie Recht. Jedoch konnten diese Interessen erst mit Unterstützung der Siegermächte, hier ist Frankreich hervor zu heben , umgesetzt werden. Dennoch ,bin ich der Überzeugung, das gerade das Versailler-Diktat , eine Keimstätte des II:WK und dessen Folgen war.
            So bezeichnete auch W. Churchill die Zeit zwischen 1914 bis 1945 t als 30-jährigen Krieg des 20.Jahrhundert.
            Aber es ging ja ursprünglich um Garantien und welche Auswirkungen diese haben können. Ich wollte aufzeigen , wie gefährlich solch gegebene Garantien werden können. Das haben Sie aber nicht verstanden….

          • Deutsch-Pole sagt:

            Ich wiederhole mich gar nicht, im Gegenteil. Sie wiederholen sich ständig und argumentieren einfältig im Kreis.

            Polen existierte seit den 3 Teilungen als Staat bis 1918 gar nicht, konnte als solcher auch gar kein Interesse an irgendwelchen Gebieten haben. Als Polen aber nach dem 1. Weltkrieg wieder entstand forderte Polen aber völlig legitim die Gebiete zurück, die in Folge der Teilung preußisch erobert worden waren. Großpolen mit Posen/Gnesen und der Korridor mit Preußen königlichen Anteils (Korridor) mit Danzig sind polnische Gebiete die zu Recht zurückgefordert wurden. Ungerechtfertig und überzogen waren freilich die Forderungen an Oberschlesien und auf Teile Ostpreußens. Genauso wenig zu rechtfertigen war die Minderheitenpolitik gegenüber den Deutschen unter den polnischen Staatsbürgern. (Nur falls mir mal wieder unterstellen wollen, ich würde etwas nicht erwähnen…)

            Der im Ganzen überzogene Versailler-Vertrag lieferte aber besten Falls die Vorlage auf der ein Adolf Hitler seinen Krieg vom Zaun brechen konnte. Die deutsch-polnischen Konflikte und Unstimmigkeiten in der Zeit davor waren nur ein Vorwand die von der Nazipropaganda aufgebauscht und angeheizt wurden. Dass selbst diese Vorwände fadenscheinig und kaum glaubwürdig für einen Krieg waren, beweist schon allein die Tatsache, dass die Nazis trotzallem auch noch Zwischenfälle fingieren mussten! Denn so unzufrieden für beide Seiten der Status Quo war, genauso wenig gab es einen Grund für eine militärische Lösung des Konflikts, denn es war keine Gefahr in Vollzug.

            Und um auf Ihre Garantien zurück zu kommen: da mussten sie natürlich weit abschweifen umso eine unlogische Behauptung aufrecht erhalten zu können. Wenn Deutschland aus welchem Grund auch immer Polen ganz offen bedroht und Polen sich seines Beistands von England und Frankreich versichtert, dann ist es die Schuld Nazideutschland – besser gesagt eines Adolf Hitlers – das / der diese Beistandsgarantie ignoriert und dennoch einen Krieg beginnt um seine Eroberungspläne um Lebensraum im Osten umsetzen zu können! Das WOLLEN sie aber schlicht ncht verstehe, schließlich passt das nicht in Ihre Ideologie!

  6. Gast sagt:

    Fühlen wirklich alle in Polen +balt. Staaten so?
    Ist es nicht bemerkenswert, dass „Rechts“ in vielen anderen Ländern I,D,F etc. gegen die NATO steht?
    Ich kann die Gefühlslage in Polen schon nachvollziehen. Und auch sollte Kohle fließen, in 25 J. erkennt Ihr Euch kaum wieder …habt aber sicherganz viele Brzeziński „Ehrenorte“ …

    • Deutsch-Pole sagt:

      Wer derart polemisch-pauschalisierend über ein Volk oder ganze Völker schreibt und dann noch auf der Ebene des diffusen „IHR“ (bzw. „WIR“) argumentiert, disqualifiziert sich selbst für jede sachliche Diskussion. Auf diese Weise watscht sich dieser Gast selbst aus dem Diskurs…

  7. Bruno Steiger sagt:

    @Deutsch-Pole

    Meine Meinung zu den Versailler Diktat, versuchte ich Ihnen ja zu vermitteln. Ohne den Versailler Diktat, hätte es auch keinen A. Hitler an die Spitze des dt. Reiches geschafft und es wäre für alle viel Leid erspart geblieben. Diese Garantien, nicht erst die Garantien ab 1939, sondern auch die Garantien des französische Ministerpräsident Clémencau.
    Wie Sie darauf kommen, daß das Danziger Gebiet urpolnische Gebiete gewesen wären, erschließt sich mir nicht. Auch gibt es hierfür keinen relevanten geschichtlichen Hintergrund.
    Sie schreiben ja desweiteren , in einen Ihrer Beiträge,
    Zitat:“Ungerechtfertig und überzogen waren freilich die Forderungen an Oberschlesien und auf Teile Ostpreußens.“

    Und am Ende des II.WK kamen noch mehr Gebiete hinzu.
    Wäre es Ihrer Meinung nach , nun nicht an der Zeit, diese Gebiete wieder die einstmaligen Besitzer zurück zu übertragen? Oder wenigstens einen Entschädigungsanspruch anzuerkennen?

    • Deutsch-Pole sagt:

      Gegen eine Entschädigung habe ich persönlich übrigens nichts einzuwenden, denn schließlich ist das bei Enteigungen allgemein notwendig. Dann muss dies aber konsequenterweise für alle Vertriebene des 20. Jahrhunderts umgesetzt werden, denn das traurige und schlimme Phänomen traf die Deutschen im 20. Jahrhundert nicht allein sondern war eine gesamteuropäische Erfahrung. Die Hauptverantwortlichen für diese Vertreibungen sind neben den großen Siegermächten aber nicht nur Polen und die Teschoslowakei sondern auch unter anderem Deutschland. Deutsche und Polen haben sich im 20. Jahrhundert gegenseitig soviel Unrecht und Leid mit Vertreibungen und Übergriffen angetan, dass man da wohl getrost sich jeweils die gleiche Summe hin- und herüberweisen könnte… Ich persönlich jedenfalls wäre aber bereit auf meinen Entschädigungsanspruch gegen über Deutschland fallen zu lassen.

  8. Deutsch-Pole sagt:

    Also machen Sie doch den Versailler Vertrag fuer alles moegliche verantwortlich um eine reindeutsche Opferrolle zu konstruieren… Danzig gehoerte wie Preussen-Koenigilchen Anteils bis 1772 zu Polen-LItauen, eine mischbesiedelte Region die sich im Mittelalter frewillig der polnischen Krone unterstellte. Bei der Teilung protestierte der Danziger Staatrat gegen die preussische Besetzung. Was ihre Anspielung auf die Westverschiebung nach dem 2. Weltkrieg betrifft: Sollen wir Polen und Deutsche also schon wieder von vorne Anfangen und genau die Fehler aus der ersten Haelfte des 20 Jahrhunderts wiederholen mit erneuten Grenzverschiebungen und Vertreibungen? Ich bin dafuer aus den Fehlern der Vergangenheit auf allen Seiten zu lernen und das Zeitalter der Nationalstaaten zu ueberwinden und ein uebernationales Europa fuer alle Voelker zuschaffen. In einem vereinten Europa werden solche Gebietsstreitigkeiten ein fuer alle Mal obsolet.

    • Bruno Steiger sagt:

      Nein, keine Opferrolle. Die bedient Polen. Da Sie in der Geschichte bis 1772 zurück gehen, sollten Sie erwähnen, wer in Danzig gesiedelt hat-die Goten.
      Unter dem Deutsche Orden im 14 Jahrhundert bekam Danzig das Magdeburger Stadtrecht.1361 war Danzig Vollmitglied der Hanse.Erst durch die Unzufriedenheit über die Politik des Ordens und nach der Schlacht bei Tannenberg 1410 stellte sich der Preußische Bund 1454 unter den Schutz der polnischen Krone, was den Dreizehnjährigen Krieg auslöste, was bekanntlich den 13 jährigen Krieg auslöste. Danzig wurde Stadtrepubliken und dazu gehörte das Große Privileg, das König Kasimir IV. 1457 der Stadt Danzig verliehen hatte. Also unterstellte sich diese Region der poln. Krone, was nicht Gleichbedeutend ist, das es sich um das es sich um poln. Gebiet handelte. Als August der Starke von Sachesen, poln. König wurde, wurde aus Polen ja auch nicht Sachsen.Oder???
      Sie sind dafür das aus Fehlern der Vergangenheit gelernt werden sollte,ich auch.Jedoch gehört dazu auch , ein uneingeschränktes Bekenntnis der eigenen Schuld.
      Dies sehe ich in Polen nicht. Noch immer gelten die Bierut-Dekrete.
      Nationalstaaten in Europa überwinden.Daran glaube ich nicht.Gerade in der jetzigen Zeit , sind doch Vertreter die für Nationalstaaten sind auf dem Vormarsch. Nicht nur in Polen,Frankreich ,England oder den Niederlanden.

      • Deutsch-Pole sagt:

        Wir können in der Geschichte vor und zurück gehen wie weit wir wollen um unser beiden Standpunkte zu belgen. Am Ende landet man bei den Neandertalern. Fakt ist jedoch dass das mischbesiedelte Preußen-Königlichen-Anteils mit Danzig vom Mittelalter bis 1772 freiwillig zum Machtbereich des polnischen Königreichs bzw. Polen-Litauens gehörte. Erst durch das imperialistische Preußen wurde dies mit den polnischen Teilungen gewaltsam geändert das keinerlei Anspruch auf diese Region hatte. Bei Großpolen mit Posen und Gnesen steht es jedoch außer Zweifel.

        Wer behaptet, das sich Polen historisch und gesellschaftlich nicht der Vertreibung und der eigenen Vergangenheit stellt, hat keine Ahnung von der polnischen Gesellschaft oder lügt bewusst und böswillig. Seit dem Ende des Kommunimus findet in Polen eine sehr intensive – ja auch teilweise sehr schmerzhafte und langsame – Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte statt. Das betrifft auch das ambivalente Verhältnis zu den Juden und zu den Deutschen n Polen und insbesondere die Vertreibung der Deutschen nach 1945. Die aktuellen polnischen historischen Bücher verwenden auch explizit den Begriff der „Vertreibung“ und nicht mehr den ideologischen Euphemismus der „Repatriierung“ bzw. „Umsieldung“ und in Wroclaw bzw. Breslau steht inzwischen ein Denkmal für die ehemals deutschen Bewohner der Stadt.

        Und wer die tschechischen Bierut-Dekrete mit Polen verbindet disqualifiziert sich ja schon selbst für jede geschichtliche Debatte. In Polen gab es nie so etwas wie die Bierut-Dekete.

        • Deutsch-Pole sagt:

          Die Dekrete von Bierut unterscheiden sich von den Benes-Dekreten. Die Vertreibung der Deutschen aus Polen verlief ohne Rechtsgrundlage. Schlimm genug, aber entsprechend können auch keine derartigen Dekrete mehr in Kraft sein. Das Dekret zum Auschluss von Deutschen aus der Gemeinschaft sowie zur Übernahme des deutschen Eigentums wurde bereits im Kommunismus durch andere Rechtsakte ersetzt. Hinzu kommt, dass es sich um die wenigen Dekrete von Bierut um Dekrete der Volksrepublik Polen handelt es sich aber jetzt um die 3. Polnische Republik handelt. Die Dekrete sind also nicht mehr rechstgültig.

        • Bruno Steiger sagt:

          Nun werden Sie aber unsachlich! Sie verwechseln ,oder wissen es nicht besser. Die Bierut-Dekrete sind die polnischen Direkte , gegen die Bewohner, der leider ehemaligen deutschen Ostgebiete. Mit Ihrer Aussage , das diese tschechischen Dekrete/Maßnahmen gegen angesiedelte Deutsche sind , haben Sie sich nun vollends , um mit Ihren Worten zu schreiben, disqualifiziert! Dies tschechischen Dekrete, gegen die Deutschen Bewohner, nennen sich Bensesch Dekrete.
          Also disqualifizieren Sie sich, mit Ihrer Aussage selber jegliches geschichtliches Wissen!
          Auch Ihr Versuch im nachfolgenden Beitrag , das es sich bei denBierut Dekreten (wahrscheinlich haben Sie nun einmal gegoogelt)

          • Bruno Steiger sagt:

            Auch Ihr Versuch im nachfolgenden Beitrag , das es sich bei den Bierut Dekreten (wahrscheinlich haben Sie nun einmal gegoogelt) , um 3. Polnische Republik handelt , zieht nicht! Lernenj Sie die Geschichte und streiten Sie aus Unwissenheit nicht einfach alles ab.
            Diese Dekrete, sind bis heute weder zurück genommen wurden, noch sind die daraus resultierenden Taten, wie Mord, Raub, Vergewaltigung usw.werder unter Strafverfolgung gesestzt , noch verurteilt wurden. Es tut sich viel in Polen? Naja… Wie sagte unlängst ein polnischer Politiker?
            Ich darf Zitieren: “
            Die Deutsche Minderheit ist ein Parasit“, schimpft der Regionalchef der Kaczyński-Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), Slawomir Klosowski.
            Die Deutschen, die für die regionale Wirtschaftsentwicklung wichtig sind, würden den polnischen Staat wie eine Kuh melken, begründet Klosowski sein Verdikt und führt als Beispiel finanzielle Zuwendungen des Bildungsministeriums für den Deutschunterricht an.“
            Quelle: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1317559/Polen_PiSPartei-wettert-gegen-deutsche-Minderheit

            Und diese Aussage lediglich auf Grund, das auch Polen innerhalb der EU , einen gewissen Minderheitenschutz zu realisieren soll. Sprich die Förderung der Sprache einer Minderheit. Aber selbst bei diesen nur kleinen Minderheitenschutz , ist Polen von der EU gerügt wurden.
            Soviel zu den polnischen Minderheitenschutz und es hat sich viel getan ,so Ihre Aussage. Tssss
            Wer sich mit dieser Sache beschäftigt, kann über Ihre Aussage nur lachen, bzw. weinen!!!!

          • Deutsch-Pole sagt:

            Sparen Sie sich Ihre Häme, sie ist verfehlt. Diese fällt nur auf Sie zurück.

            Da habe ich natürlich im Eifer des Gefechts die Namen Bierut und Benes (S mit Haken und nicht mit SCH) durcheinander gewürfelt. Das ist natürlich peinlich, aber auch nicht mehr. Das ändert an den Tatsachen ja nichts. Ich musste auch nicht über GOOGEL suchen, aber tatsächlich nochmal in meinen Unterlagen einen Artikel aus 2002 aufschlagen, um mir die wesentlichsten Tatsachen zu den Dekreten von Bierut nochmal in Erinnerung zu Rufen: 1. Die Derkete von Bierut sind nicht mit denen von Benes gleichzusetzen (natürlich eine juristische Spitzfindigkeit die für die Betroffenen kein Unterschied beim erlebten Unrecht und Leid macht) und 2. Diese haben bereits in der Volksrepublik ihre Rechtsgültigkeit verloren, als diese durch neue Rechtsakte mit anderer Regelung automatisch aufgehoben wurden. Daraus folgt, dass die sogenannten Bierut Dekrete nicht mehr gültig sind, demzufolge muss die 3. Polnische Republik keine Dekrete widerrufen die de facto und de jure bereits in der Volksrepublik außer Kraft getreten sind. (Borodziej, Włodzimierz: „Bierut-Dekrete? Gesetze, die Deutsche diskriminieren, haben in Polen längst ihre Rechtskraft verlorenen.“ In: Deutsch-Polnisches Magazin DIALOG
            61/2002)

            Deshalb und aufgrund der faktischen Gesetzte der polnischen Verfassung, binationaler Verträge zwischen Polen und Deutschland sowie der in Polen ratifizierten und umgesetzten Regelungen zum Minderheitenschutz sind die Dekrete von Bierut nicht mehr rechtsgültig und erschaffen eine völlig andere Rechtsrealität. Dass ist seit mindestens 12 Jahren Stand der historischen Forschung und juristischen Aufarbeitung der europäischen Vertreibungen nach 1945. Entweder Ihnen ist das nicht bekannt oder Sie ignorieren das, also haben Sie sich selbst disqualifiziert, in dem Sie die Dekrete von Bierut mit den tschechischen Benes-Dekreten und deren Problematik gleichgesetzt haben.

            Gleichwohl, und das räume ich natürlich ohne Weiteres ein, wäre eine offizielle Distanzierung des heutigen Polens von diesen Dekreten ein wichtiges Zeichen in der deutsch-polnischen Versöhnung. Eine Chance für eine symbolische die bedauerlicherweise noch nicht ergriffen wurde. Das offizielle Polen und das offizielle Deutschland könnten bei der gemeinsamen Aufarbeitung ihrer gemeinsamen Geschichte und bei der Aussöhnung natürlich weiter sein als sie heute sind. Nichtsdesto – und das beweisen die historischen Veröffentlichungen und die Realität in beiden Ländern – sind beide Nation hier auf dem richtigen Weg. Auch wenn das manchmal – gerade derzeit für Polen – auch Schmerzhaft sein kann.

            Die Aussage bzw. Meinung einer Einzelperson unter ca. 38 Millionen polnischen Staatsbürgern kann man ja wohl kaum ernsthaft und redlich für die Darstellung der gesellschaftlichen und rechtlichen Situation heranziehen. Ausländerfeindliche Meinungen gibt es leider in jeder Gesellschaft, auch in Deutschland. Das ist nicht zu rechtfertigen oder zu beschönigen. Aber das als allgemeine Stimmung und vorherrschende Meinung in der polnischen Gesellschaft darzustellen ist schlichtweg plumpe Polemik. Die deutschfeindliche Stimmungsmache einzelner PiS-Mitglieder vergiftet das Klima in Polen, aber diese werden in der polnischen Gesellschaft keineswegs unkritisch und unkommentiert hingenommen. Im Gegenteil, des gibt dagegen großen Widerstand und Widerspruch aus der Mitte der polnischen Gesellschaft.

            Abgesehen davon, selbst als die PiS kurzzeitig an der Regierung war, blieben trotz aller Deutschfeindlichkeit einiger ihrer Mitglieder die Minderheitenrechte unangetastet. Die deutsche Minderheit in Polen und deutschstämmigen Polen sowie dort lebende Bundesdeutsche werden in Polen weder verfolgt noch benachteiligt. Die Deutschen können in Organisationen ungehindert ihre Kultur pflegen und sich in und außerhalb des Rahmens der Minderheitenrechte politisch betätigen. Der polnische Staat hält sich im Rahmen seiner Verfassung, des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages und diverser internationaler Verträge und Abkommen ausnahmslos an den Minderheitenschutz. Das sind Tatsachen die in der deutschen, der polnischen und internationalen Presse belegt sind.

            Abgesehen davon spreche ich als Deutsch-Pole auch aus persönlicher Erfahrung, denn durch meine Zughörigkeit zu Kulturnationen habe ich einen umfassenderen und differenzierteren Einblick in die polnische und die deutsche Gesellschaft als Sie es wohl jemals haben können. Ich kenne Mitglieder der deutschen Minderheit in Polen und deren Lebenswirklichkeit sehr gut, weil wir einen gemeinsamen Alltag teilen. Diese Leute werden als Deutsche in Polen nicht an der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit gehindert, beeinträchtigt oder in sonst irgendeiner weise angegriffen und können sich in ihren Vereinen ungehindert treffen und ihre deutsche Kulturpflegen. Weder als Deutscher in Polen noch als Pole in Deutschland werde ich von einem der beiden Staaten verfolgt, benachteiligt oder in sonst irgendeiner Form angegriffen. Ich bin in beiden Gesellschaften voll integriert und weder hier noch dort habe ich Nachteile durch mein binationales Bekenntnis zu diesen beiden großen Kulturnationen zu befürchten.

            Sie wissen im Gegensatz zu mir also überhaupt gar nicht wovon Sie hier reden. Deutsche und Polen sind in ihrem Verhältnis zueinander und in der Aufarbeitung ihrer gemeinsamen – oft tragischen aber oft auch glorreichen – Geschichte viel weiter als Sie hier behaupten. Alles was Sie hier ins Feld führen sind bedauerliche Extrembeispiele die Sie aufbauschen und unter der Ignoranz anderer Tatsachen für Ihre polemische Hetze missbrauchen. Durch Ihre Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse der gesellschaftlichen Realität in Polen und in Deutschland sind Sie der einzige der sich hier in aller Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preis gibt. Das ist aber weder zum Lachen noch zum Weinen, sondern einfach nur bedauerlich.

  9. Deutsch-Pole sagt:

    „Diese Garantien, nicht erst die Garantien ab 1939, sondern auch die Garantien des französische Ministerpräsident Clémencau.“

    Sie und Ihre verquere Logik… wer diese Beistandsgarantien ignoriert und wider besseres Wissen einen Angriffskrieg beginnt ist schuld an der Eskalation.

    • Bruno Steiger sagt:

      Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das es ohne das Diktat von Versaill, es meiner Auffassung nach, es niemals möglich gewesen wäre, das ein A. Hitler zum Deutschen Reichskanzler ernannt wurden wäre.
      Allerdings gebe ich Ihnen Recht, das A.Hitler es wissen mußte , was die Folgen dieser Garantien waren.

      • Deutsch-Pole sagt:

        „Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das es ohne das Diktat von Versaill, es meiner Auffassung nach, es niemals möglich gewesen wäre, das ein A. Hitler zum Deutschen Reichskanzler ernannt wurden wäre“

        Und ich muss Sie darauf hinweisen, dass dies schlicht und ergreifend reine Spekulation ist, deren Beweis sie schuldig bleiben müssen. Sich über „Was wäre wenn“ brauchen wir hier nicht diskutieren.

        • Bruno Steiger sagt:

          Sicher, das ist am Ende Spekulation. Da gebe ich Ihnen Recht. Aber ich kann es mir nicht vorstellen, das ohne die Schmach von Versailles es einen A. Hitler möglich gewesen wäre….

          Kennen Sie das Buch: Der Krieg, der viele Väter hatte

          • Deutsch-Pole sagt:

            Weder Ihre, noch mein Vorstellungsvermögen sind hier von Belang. Aber da Ihnen die Argumente ausgehen, müssen Sie wohl auf Ihre Phantasie zurückgreifen?

            Das Buch ist mir bekannt und ich hatte schon die zweifelhafte Ehre Inhalte daraus zu lesen. Wenn man natürlich alles stur auf den Versailler-Vertrag reduziert kann man natürlich die Verantwortung Deutschlands für die selbstgewählte Diktatur, die Kriegsideologie des Nationalsozialismus (weit über die Reveidierung des Versailler-Vertrages hinaus), den offensichtlichen Kriegskurs Hitlers von 1933 an sowie die anfängliche-Appeasement Politik der Westmächte ignorieren und Deutschland als Opfer darstellen, dass zum Angriffs- und Vernichtungskrieg gezwungen wurde.

  10. Bruno Steiger sagt:

    Sie pauschalisieren schon wieder. Deutschland war kein Opfer, aber ob auch Träger der Alleinschuld, wage ich zu bezweifeln. Ach ja, haben Sie sich schon einmal mit dem Staatsarchiv in Koblenz befasst?
    Um auf Ihren obigen Artikel zurück zu kommen. Es ist wohl wahr, das die Minderheiten in Polen ein verbrieften Minderheitenschutz hat. Natürlich liest man da auch nur das beste, in der gleichgeschalteten deutschen Presse. Jedoch in der Praxis? Deutschsprachige Kindergärten, Schulen, finanzielle Förderung der kulturellen Pflege der Minderheiten?
    Was ich auch weiterhin befremdlich finde, Sie Sie machen Gedanklich einen Schritt nach vorne, um am Ende dennoch wieder zwei gedankliche Schritte zurück zu machen. Aber , wie Sie sich ja selber beschreiben, wissen Sie alles und andere (in diesem Fall -ich) nichts, da diese anderen(Ich) nicht Ihre Auffassungen teilen.

    • Deutsch-Pole sagt:

      „Sie pauschalisieren schon wieder.“
      Pardon, da muss ich Sie schon wieder korrigieren. Der einzige der hier pauschalisiert sind Sie.

      „Deutschland war kein Opfer, aber ob auch Träger der Alleinschuld, wage ich zu bezweifeln“
      Da müssten wir erst einmal „Schuld“ definieren. Kollektivschuld? Nein, das ist aus meinen Augen abzulehnen, für jede Nation und für jedes Volk. Auch für Deutschland. Individuelle Schuld der Protagonisten bzw. Staatsführer? Ja, zweifellos. Mögen diverse Umstände und Konstellationen den Kriegsausspruch begünstigt haben und Vorwände geliefert haben. Sicher. War der Angriff Nazideutschlands auf Polen und damit der Beginn der Eskalation und des Krieges die Entscheidung der deutschen Staatsführung bzw. Adolf Hitlers. Zweifellos. Alleinschuld? Möglich. Hauptverantwortung? Zweifellos.

      Sie haben da ja sowieso immer noch nicht begriffen, das sich nicht die historischen Tatsachen der Jahre 1918 bis 1939 leugne oder deren politische Bedeutung. Ich lehne nur ihre Schlussfolgerung draus ab, Nazideutschland bzw. seine Naziführung hätte dadurch eine verminderte Schuldfähigkeit und weniger Verantwortung am Kriegsausbruch. Sie denken in Kategorien der Kollektivschuld, darum müssen Sie mit allerlei Konstruktionen diese vermeintliche Kollektivschuld leugnen.

      Nach Ihrer sogenannten „Rüge“ muss man tatsächlich lange suchen. Bei einer sorgfältigen Recherche fällt jedoch auf, mit was für verlogenen Halbwahrheiten Sie hier doch mal wieder arbeiten um Ihre demagogische Hetze aufrecht zu erhalten. Es war mitnichten die EUROPÄISCHE UNION sondern der EUROPARAT, der sich mit „Anwendung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen“ befasste: Dok. 12881 – 16. März 2012.

      Darin ist die Rede, dass Polen AUFGEFORDERT wurde, NOCH MEHR minderheitlichen Sprachunterricht an Schule zu ermöglichen. Ferner wurde noch die EMPFEHLUNG ausgesprochen, dass Polen ein Klima der Toleranz und kulturellen Vielfalt fördern solle.Und Polen wurde insbesondere AUFGEFORDERT die bürokratischen Hürden für die zweite Amtssprache von Minderheitensprachen in den Regionen sowie für die Schaffung von Zwei- bzw. Minderheitlichen Schulen zu ÜBERDENKEN, sprich abzubauen. Das mag in Anbetracht der Selbstverpflichtung Polens durch den Beitritt der „Europäische Charta der Minderheiten und Regionalsprachen“ im Jahr 2009 ein durchaus kritikwürdiger Umstand sein, aber daraus einen mangelnden Minderheitenschutz oder gar eine Bedrohung der (deutschen) Minderheit bzw. deren Sprache zu konstruieren ist nicht nur eine bodenlose Unverschämtheit, es ist geradezu eine polemische Propaganda!

      Übrigens wurde in dem selben Dokument auch Deutschland AUFGEFORDERT Mängel bei der Förderung von Regional- und Minderheitensprachen zu beseitigen. Es bestünde der DRINGENDE BEDARF sinnvolle Maßnahmen und Strukturen zu schaffen, die diese Sprachen ZUSTÄTZLICH fördere, insbesondere im Bildungsbereich. Wenn die obigen Ausführungen bezüglich Polens also wirklich eine „Rüge“ wäre, dann träfe das konsequenterweise für die Ausführungen zu Deutschland ebenfalls zu. Von diesem Europarat sowie von der Europäischen Kommission hat Deutschland übrigens auch schon Kritik für einen inkonsequenten Kampf gegen Rassismus erhalten Ihrer vereinfachenden Lesart zu Folge wäre Deutschland demnach bereits ein Apartheidsystem…

      Polen wurde also keinesfalls für einen mangelnden Minderheitenschutz gerügt. Dieser ist nach wie vor gewährleistet, sogar verfassungsrechtlich verankert (Artikel 27; Artikel 35) sowie auch durch binationale bzw. internationale Verträge, unter anderem der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag (u.a. Artikel 20). Polen wurde also vom EUROPARAT in Bezug auf einem Detailaspekt aus einer Selbstverpflichtung Polens aus einer ratifizierten Charta heraus kritisiert. Berechtigt, wenn man die Maßstäbe der Charta anlegt. Aber bei weitem nicht das überzogene Szenario das Sie hier zeichnen.

      Ihre Frage nach deutschsprachigen Bildungseinrichtungen in Polen? Bitte: Woiwodschaft Oppeln: 148 Kindergärten, 196 Grundschulen, 57 Gymnasien (Insgesamt 27484 Schüler); Woiwodschaft Schlesien insgesamt in 111 Schuleinrichtungen (8048 Schüler); Woiwodschaft Ermland und Masuren in 1 Kindergarten, 7 Grundschulen und 3 Gymnasien. (Quelle: Verband der deutschen sozio-kulturellen Gesellschaft in Polen). Nun bin ich der letzte, der behauptet, das wäre genug. Natürlich besteht noch Besserung, aber wenn Sie so tun, als gäbe es keine oder diese würden boykottiert, dann ist das eine infame Lüge.

      „Was ich auch weiterhin befremdlich finde, Sie Sie machen Gedanklich einen Schritt nach vorne, um am Ende dennoch wieder zwei gedankliche Schritte zurück zu machen.“

      Nun, dass Sie nicht zu differenziertem Denken in der Lage sind und lieber pauschalisieren und bevorzugt billige Polemiken schreiben, haben Sie ja in zahlreichen Beiträgen hier bewiesen. Wenn man wie Sie die Welt nur durch einen ideologische Filter betrachtet und analysiert, dann sind differenzierte Ausführungen wie die meinen natürlich nicht nachvollziehbar.

      „Aber , wie Sie sich ja selber beschreiben, wissen Sie alles und andere (in diesem Fall -ich) nichts, da diese anderen(Ich) nicht Ihre Auffassungen teilen.“

      Nun, zumindest ist es schon interessant, wie Sie mir hier zu erklären versuchten, wie schlechte es mir als Deutsch-Pole in Polen gehen müssen, da ich ja angeblich keinen Minderheitenschutz genieße und in der polnischen Gesellschaft Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt sein müsste… Mit Verlaub, davon können Sie keine Ahnung haben. Das haben Sie ja mit ihren anderen inhaltlichen Ausführungen ja auch gezeigt.

      • Bruno Steiger sagt:

        Auch Deutschland wird kritisiert, jedoch versuch Sie damit abzulenken. Ihre Ablenkungsmanöver sind unangebracht. Oder heißt der Beitrag: „Deutschland fühlt sich bedroht „, trägt dieses Internetportal den Namen “ Deutschland Heute“ ?
        Wohl nicht. Wenn aber Kritikpunkte aufgezeigt werden, zeigen Sie mit den Finger in die andere Richtung, um davon abzulenken. Nach dem Motto: Die anderen sind auch nicht besser. Das ist Polemik und keine Art einer „offenen“ Diskussion. Aber das haben Sie in Ihren Beiträgen ja oft genug bewiesen….

        • Deutsch-Pole sagt:

          Der einzige der hier ständig polemisiert sind doch nur Sie allein! Es ist völlig gänige und eine zulässige Praxis, derartiges zu mit einander zu vergleichen um eine Einschätzung zu vervollständigen. Daher MUSS man sogar die verschiedenen Länderberichte des Europarates vergleichen, um die jeweiligen Einzelberichte in Ihren Aussagen einschätzen zu können. Wenn Sie das kritisieren, dann sind Sie derjenige, der hier mit billiger Polemik versucht eine offene Diskussion zu unterbinden.

        • Deutsch-Pole sagt:

          Das Ablenkungsmanöver stammt übrigens von Ihnen. Ich habe nämlich nicht die Aussagen des Europarates relativiert, sondern sachlich und argumentativ Ihre entsprechende Interpetation als übertriebene Hetze entlarvt. Wenn man aus dem Text für Polen ohne jeglichen Anhzaltspunkt ableitet, dass in Polen die deutsche Minderheit bedroht wird und ein deutschfeindliches Klima herrscht, dann muss man entsprechend den Text zu Deutschland ebenfalls derart überzogen deuten. Demnäch wäre Deutschland ein rassistischer Staat. Zum Glück ist dies nachweislich nicht der Fall. Damit wird auch automatisch Ihre Interpretation zu Polen hinfällig. Aber machen Sie sich keine Mühe das begreifen zu wollen. Hat ja vermutlich eh keine Zweck bei Ihnen…

      • Bruno Steiger sagt:

        Sie glauben ganz offensichtlich, das Sie der einzige sind, welcher sich in Polen, genauer gesagt in Schlesien aufhält und Erfahrungen sammelt. Dieses Privileg jedoch haben Sie nicht. Auch, wenn ich als Deutscher mit schlesischen Wurzeln, Vordergründig nicht angefeindet wurde/werde, so spürt man jedoch ein gewisses Misstrauen, gerade wenn man auf Spurensuche der eigenen Geschichte ist.
        Sie können mir noch unzählige Dokumente zitieren, auf welchen steht, was alles getan und gefördert wird. Papier ist geduldig und keinen Cent wert, wenn es in der Praxis anders gehandhabt wird.

        • Deutsch-Pole sagt:

          „Sie glauben ganz offensichtlich, das Sie der einzige sind, welcher sich in Polen, genauer gesagt in Schlesien aufhält und Erfahrungen sammelt.“

          Nein, aber Sie leben nicht in Polen und Sie picken sich nur das heraus, was zu Ihrem Feindbild passt. Alles andere ignorieren Sie.

          „Auch, wenn ich als Deutscher mit schlesischen Wurzeln, Vordergründig nicht angefeindet wurde/werde, so spürt man jedoch ein gewisses Misstrauen, gerade wenn man auf Spurensuche der eigenen Geschichte ist.“

          Haben Sie schon einmal von dem Phänomen der Selbsterfüllenden Prophezeiung gehört? Ich kenne nämlich auch Beispiele von Nachfahren von Vertriebenen die ganz andere, sehr positive Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht kommt es auch auf die eigene, innere Einstellung an, mit der man anderen Menschen begegnet. Wenn man mit einem vorgefertigten, stereotypen Feinbild und ideologischem Misstrauen nach Polen geht, ist es kein Wunder wenn man überall Misstrauen wittert und am Ende Ablehnung erntet. Wie heißt es so schön in dem deutschen Sprichwort: Wie man in den Wald rein schreit, so schallt es auch wieder heraus!

          „Sie können mir noch unzählige Dokumente zitieren, auf welchen steht, was alles getan und gefördert wird. Papier ist geduldig und keinen Cent wert, wenn es in der Praxis anders gehandhabt wird.“

          Schon lustig, das ausgerechnet Sie das sagen, der ja auch gerne Quellen heranzieht. Sind Ihre Quellen dann demzufolge auch nur geduldiges Papier und völlig wertlos? Woher nehmen Sie dann eigentlich Ihr sogenanntes, vermeintliches Wissen, wie es in der Realität aussieht?

          Der Verband der deutschen-soziokulturellen Gesellschaft darf man in Bezug auf diese Dinge sehr wohl als Quelle heranziehen. Daraus geht aus deren eigenen Aussagen hervor: Es gibt in vielen Regionen zahlreiche Schulen die DEUTSCH als zweite, gleichberechtigte Unterrichtssprache führen, aber Schulen mit DEUTSCH als Hauptunterrichtsfach gibt es derzeit nur zwei. Zahlreiche private und halbstaatliche Initiativen fördern die deutsche Sprache und Kultur in Polen. Aber die Umsetzung eines deutschsprachigen Bildungswesens innerhalb des polnischen Bildungswesen ist immer noch ungenügend umgesetzt. Der Verband stellt selbst fest, dass der polnische Staat ausreichend finanzielle Mittel für den Deutschunterricht zur Verfügung stellt (2013: 80 Millionen Zloty also rund 20 Millionen Euro). Die Bürokratischen Vorgaben sorgen jedoch für eine ungleiche Verteilung oder durch Probleme vor Ort werden die Gelder nicht zielgerecht eingesetzt. Hier hat der polnische Staat selbst verständlich noch Nachholbedarf, eine durchaus berechtigte Forderung der deutsche Minderheit in Polen. Es gibt freilich kritikwürdige Umstände, das bestreitet niemand.

          In einem zusammenfassenden Resümee aufgrund der eigenen Aussagen dieses Verbandes lässt sich sagen: die Situation hat sich seit 1990 weitgehend verbessert, aber es ist noch nicht völlig zufriedenstellend. Es gibt natürlich Verbesserungsbedarf.

          Es gibt aber einen Unterschied zwischen objektiver Betrachtung der Realität mit sachlicher Kritik, denn dies ist konstruktive Kritik die zur Verbesserung führt. Sie betrachten aber nicht die Gesamtsituation sondern suchen sich einzelne Extrembeispiele heraus und betrachten diese völlige isoliert, bauschen diese auf, übertreiben maßlos um ein völlig realitätsfernes Schreckensszenario zu zeichnen. Das dient weder der Verbesserung der Situation der deutschen Minderheit noch ist es realistische Kritik. Sie instrumentalisieren diese Dinge nur um ein eigenes Feindbild zu pflegen und zu bestätigen. Ihnen geht es offensichtlich nur darum, Deutsche und Polen gegeneinander aufzuhetzen.

          • Bruno Steiger sagt:

            Tssss lächerlich, aufhetzen. Ich habe es schon einmal geschrieben, alles was in Ihre Vorstellung, oder schönverberei nicht hereinpasst , auch kritische Frage , tuen Sie als Hetze und Polemik ab. So kennt man das von je her.

          • Deutsch-Pole sagt:

            Im Gegenteil. Sie sind lächerlich. Anstatt die Sachlage objektiv zu betrachten postivie wie negative Tatsachen zuberücksichtigen und tatsächliche Mängel sachlich zu kritisieren, übertreiben Sie maßlos in Ihren Schreckenszenarien und Ihren unrealistischen Anklangen.

          • Deutsch-Pole sagt:

            Schönfärberei? Seit wann ist die objektive Analyse der Gesamtsituation unter Berücksichtigung aller positiven und aller negativen Aspekte Schönfärberei? Vielmehr ist es eine differenzierte, realistische Betrachtung mit anschließender realistischer Schlussfolgerung. Sie dagegen betrachten nur isoliert einzelne, negativen Kritikpunkte die Ihr Feindbild bestätigen. Durch Unterschlagung aller andere Aspekte wird daraus eine einseitige Schwarzmalerei.

    • Deutsch-Pole sagt:

      „Natürlich liest man da auch nur das beste, in der gleichgeschalteten deutschen Presse.“

      Na, da ist Sie ja wieder, die Verschwörungstheorie, die Sie aufbauen müssen um Ihre Lügen zustützen. In welchem Deutschland die Medien gleichgeschaltet waren, sollten Sie aber besser wissen. Tun Sie auch, aber manche Behauptungen sind halt sehr praktisch für Ihre Propaganda.

  11. Deutsch-Pole sagt:

    Der letzte Bericht des Europarates zur Minderheitensprachen in Polen mit entsprechenden Ratschlägen und Aufforderungen:

    Recommendation RecChL(2011)4 of the Committee of Ministers
    on the application of the European Charter for Regional or Minority Languages
    by Poland (Adopted by the Committee of Ministers on 7 December 2011
    at the 1129th meeting of the Ministers’ Deputies)

    Recommends that the Polish authorities take account of all the observations and recommendations of the Committee of Experts and, as a matter of priority:

    1. promote awareness and tolerance in Polish society at large vis-à-vis the regional or minority languages and the cultures they represent; 2. make available education in Belorussian, German, Kashub, Lemko and Ukrainian as a medium of instruction at pre-school, primary and secondary levels;

    3. provide updated textbooks for regional or minority language education in accordance with the New National Core Curriculum and the basic and further training of a sufficient number of teachers who are able to teach subjects in Belorussian, German, Kashub, Lemko and Ukrainian; 4. take measures to strengthen the offer of broadcasting in all regional or minority languages;

    5. reconsider the application of the 20%-threshold with regard to the undertakings in Article 10 and create the legal possibility to submit oral or written applications in the regional or minority languages also in relation to districts and voivodships;

    6. establish, in close co-operation with the speakers concerned, a structured policy and take flexible measures facilitating the application of the Charter to the Armenian, Czech, Karaim, Romani, Russian, Slovak, Tatar and Yiddish languages.

  12. Deutsch-Pole sagt:

    Der Bericht des Europarates zu DEUTSCHLAND bezüglich Minderheitensprachen:

    Recommendation RecChL(2011)2 of the Committee of Ministers
    on the application of the European Charter for Regional or Minority Languages
    by Germany (Adopted by the Committee of Ministers on 25 May 2011 at the 1114th meeting of the Ministers’ Deputies)

    Recommends that the German authorities take account of all the observations of the Committee of Experts and, as a matter of priority:

    1. adopt specific legal provisions, where their absence hinders practical implementation of the undertakings which Germany has entered into under the Charter;

    2. ensure that the reduction of subsidies for private schools and cuts of the transport allowances will not jeopardize the continued functioning of the Danish-language education at the current level;

    3. adopt and implement a structured policy for the promotion and preservation of North Frisian, Sater Frisian and Lower Sorbian, including in particular measures which ensure as a matter of urgency that primary and secondary education is systematically a
    vailable in these languages;

    4. ensure that the provision of education in Upper Sorbian is not jeopardized by the changes in the educational system concerning this language;

    5. upgrade the teaching of Low German to the status of a regular school subject being taught as an integral part of the curriculum and increase the number of hours devoted to Low German, in the Länder concerned;

    6. ensure that an effective monitoring mechanism in the sense of the Charter exists in the field of education for all regional or minority languages covered under Part III;

    7. take resolute action to establish a structured policy for making it possible in practice to use regional or minority languages in dealings with the administration and, where relevant, in the courts;

    8. take measures so that adequate radio and television broadcasting is available in Danish, Low German, Lower Sorbian, North Frisian, Romani, Sater,Frisian.

  13. Deutsch-Pole sagt:

    Wenn man sich also die AUFFORDERUNGEN des Europarates an Polen und Deutschland betrachtet, dann kommt man zu dem Schluss, dass in beiden Ländern die noch großer Nachholbedarf besteht. Beide Länder liegen in dieser Angelegenheit mehr oder weniger gleichauf.

    Damit ist die Behauptung von Bruno Steiger einer angeblichen Rüge an Polen und einer angeblichen Bedrohung der deutschen Minderheit in Polen widerlegt.

    • Bruno Steiger sagt:

      Nein,nicht widerlegt. Wohl ehr bestätigt.

      • Deutsch-Pole sagt:

        Wenn man natürlich alle Tatsachen ignoriert die einem nicht passen und sich alles so zurecht biegt wie es einem passt, kann man sich eine deartige Interpretation des Textes des Europarates natürlich einbilden.

    • Bruno Steiger sagt:

      Wenn Sie meinen , das die beiden Länder gleich auf liegen? Bitte schön. Nur ändert das nichts an der Tatsache an sich. Hier geht es im gesamten Portal um Polen. Denn das Portal heißt : Polen Heute. Ablenkungsmanöver!

      • Deutsch-Pole sagt:

        Mit dieser billigen, plumpen und dümmlichen Polemik, kommen Sie nicht durch. Um die Aussagekraft des Berichtes zu Polen einschätzen zu können, darf man als Maßstab völlig legitim auch die Europaratseinschätzungen zu anderen Ländern als Vergleich anlegen. Im Verhältnis und in der Textanalyse wird deutlich: es handelt sich keinesfalls um eine Rüge, sondern um EMPFEHLUNGEN um die Situation zu verbessern. Aber dass Sie sich immer ja nur selektiv das heraus picken, was Ihrem primitiven Feindbild passt, haben Sie ja in zahlreichen Kommentaren bewiesen.

  14. Deutsch-Pole sagt:

    Aber dass ist natürlich eine klassische Strategie von Leuten Ihresgleichen: Sobald Sie in Ihrer Polemik mit klaren Sachargumenten widerlegt wurden, müssen Sie mit vermeintlchen Totschlagargumenten kommen, die plötzlich alle Quellen und Belege als falsch darlgegen („Papier ist geduldig“ / „Gleichgeschaltete Presse“ / „Ablenkungsmanöver“). Aber bitte, denn damit ziehen Sie ja auch Ihre eigenen sogenannten Quellen in Misskredit und beweisen nur selbst, dass das meiste Ihrer Behauptungen nur aus der Luft gegriffen ist. Sie widerlegen sich damit selbst, besser als ich es alleine tun könnte. Vielen Dank.

  15. Bruno Steiger sagt:

    Ihresgleichen??? Was soll das bitte heißen? Wer sind Sie eigentlich, das Sie sich über andere erheben? Großpolen lässt grüßen???Der einzige der mir Totschlagargumenten und und mit den Vorwurf der Hetze/Lüge agiert, sind Sie!
    Ich habe nicht von allen Quellen geschrieben, sondern von denen die Sie aufgezeigt haben. Denn Sie legen diese immer aus, wie dies Ihnen in Ihre Denkweise passt. Und dies macht Sie nicht nur unglaubwürdig, sondern ermüdet mich.
    Alles andere wird ausgeblendet und als Lüge abgestraft. Alles seit Jahrzehnten bekannt.
    So, nun wünsche Ich Ihnen und ,wie Sie schreiben -Ihresgleichen viel Spaß mit Ihren abstrusen Geschichts-und Realitätsvorstellungen.

    • Deutsch-Pole sagt:

      Lachhaft. Jemand wie Sie, der Tatsachen verschweigt und ignoriert und sich nur das heraus pickt, was ihm passt versucht sich afu diese billige Weise zu verteidigen. Dass sie derart Pampik aus der Diskussion aussteigen beweist nur, dass meine Sachargumente ihre aus er Luft gegriffenen Behauptungen allesamt widerlegt haben. Viel Spaß noch mit Ihren ewiggestrigen Feindbildern in Ihrem Paralleluniversum.

    • Deutsch-Pole sagt:

      „Wer sind Sie eigentlich, das Sie sich über andere erheben?“

      Wer sich hier ständig über andere erhebt, sollte ja inzwischen klar sein…

      „Großpolen lässt grüßen???“

      Großpolen – Wielklopolska – ist die historische Region um Posen und Gesen (Kleinpolen – Malopolskie – wiederum die um Krakau). Aber natürlich müssen Sie diesen Begriff sinn- und zweckentfremdet gebrauchen um mir völlig haltlos Nationalismus vorzuwerfen, was nur dazu dienen soll, Ihren Nationalismus zu verbergen. Ich habe mich in dieser Diskussion niemals nationalistisch geäußert. Sogar ganz im Gegenteil. Der Einzige der auf dieser Ebene argumentiert hat, waren ja wohl Sie.

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