Präsident Duda in Brüssel

Heute begab sich der polnische Präsident Andrzej Duda auf seine erste Auslandsreise in diesem Jahr. Sein Ziel war Brüssel, wo er sich mit dem Chef des Europäischen Rates Donald Tusk traf. Die beiden polnischen Politiker kamen zu dem Schluss, dass sie gemeinsame Ziele haben und keine Notwendigkeit bestehen würde, Polen durch die EU zu kontrollieren. Das polnische Staatsoberhaupt wird sich in den nächsten Tagen mit weiteren europäischen Spitzenpolitikern treffen.

Andrzej DudaPräsident Andrzej Duda ist heute nach Brüssel gereist. Auf seinem Tagesplan stand ein Treffen mit dem ehemaligen Premierminister Donald Tusk, der seit über einem Jahr das Amt des Chefs des Europäischen Rates bekleidet. Die beiden Politiker haben sich getroffen und ihr Gespräch dauerte doppelt so lange, wie zunächst geplant. Zuerst sprachen Duda und Tusk unter vier Augen, dem folgten Gespräche im breiteren Kreise. Nach diesem Treffen fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt.

Donald Tusk sagte, das heutige Treffen bestätige, dass die Ziele Polens und der EU gleich sind. Darüber hinaus seien der polnische Präsident und der Chef der Europäischen Kommission der gleichen Meinung in den meisten Fragen – beispielsweise, dass Polen keine Feinde in der EU hat. Was der Eu diene, diene auch Polen – denn das Land könne immer auf die europäischen Institutionen zählen, so Tusk. Tusk und Duda sind sich ebenso einig in der Frage der europäischen Kontrollen in Polen – es solle aufgepasst werden, dass nicht zu viel über die Situation diskutiert und kommentiert werde.

Das polnische Staatsoberhaupt bestätigte ebenfalls, dass in dem langen Gespräche wichtige Fragen angesprochen wurden. Er betonte, dass es in Polen aktuell diverse Auseinandersetzungen geben würde, diese würden haben jedoch einen politischen Charakter. Dies solle von allen europäischen Pardern auch verstanden werden. Die EU ist eine Gemeinschaft, deren Teil Polen auch weiterhin sein wolle, jedoch mit der Wahrung der eigenen Souveränität.

Bild: Andrzej Duda // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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2 Antworten auf "Präsident Duda in Brüssel"

  1. gast in polen sagt:

    Das beide Gespraechspartner , Tusk u. Duda , sich einig waren glaube ich auf’s Wort !
    Muss Herr Tusk doch fuerchten in seinem Heimatland mit Repraesalien ueberhaeuft zu werden , sobal er aus Bruessel hemkehren wird , angedroht wurde es Ihm ja bereits , wenn auch nicht dirket vom ‚Fuehrer‘ der PIS Bewegung .
    – es solle aufgepasst werden, dass nicht zu viel über die Situation diskutiert und kommentiert werde.- Das Trifft denn Kern der eigendlichen Message die DUDA im Gepaeck hatte !
    ‚Die EU ist eine Gemeinschaft, deren Teil Polen auch weiterhin sein wolle, jedoch mit der Wahrung der eigenen Souveränität.‘- Aber bitte nur so lange, wie das Geld der EU nach Warschau fliesst, denn fuer die Zeit nach der EU hat die PIS bereits einen Plan B , zusammen mit anderen Laendern und Regierungen.
    Das Polen keine FEINDE in der EU hat , wurde meiner Meinung richtig erkannt !
    Es mag Feinde der PIS Bewegung bzw. der Regierung dort geben , aber Feinde Polens ganz gewiss nicht ! Allerdings wird das auch nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, denn wenn es keine EU im heutigen Sinne mehr geben wird, in absehbarer Zeit, ist diese Aussage auch Makulatur .
    Fuer Polens momentane Regierung , ist die EU nur Mittel zum Zweck . Wenn diese Mittel ausgeschoepft sind , wird man sich in der PIS rasch ideoligisch und pragmatisch dem zuwenden , was eigendlich eine fuer die PIS viel wichtigere Rolle spielt .

    Mein Deutsch ist schlecht , ich bitte um Nachsicht , es ist nicht meine Muttersprache .

  2. Tom sagt:

    Das Treffen ist ein unschönes Bild polnischer Vetternwirtschaft auf EU-Ebene und legt die Nationale Profilierung auf Kosten Europas bloß: Europa nur soweit es die jeweiligen Regierungen zulassen, mehr nicht.“Gast in Polen“ hat Recht: Europa ist Mittel zum Zweck, mehr ist wohl nicht drin.Es wird aber keiner gewesen sein, wenn Europa zwischen den U.S.A., Russland und China keine Rolle mehr spielen wird. Vielleicht braucht manche Regierung eine Psychiatrische Behandlung aufgrund von Angstneurosen, Geltungswahn,Kontrollverlust der Anstands-und Schamgrenzen.

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