Rache am Umweltminister?

Von dem umstrittenen Baumfällungsgesetz hat jeder gehört – spätestens als in den Städten vermehrt Bäume gefällt wurden. Dass es nicht nur den Umweltschützern nicht gefallen hat, ließ sich schnell bemerken. Heute ist es aber ernst geworden – auf dem Grundstück des Umweltministers wurden 33 Bäume von Unbekannten besschädigt. Ob das Rache war? Die Polizei ermittelt immer noch.

Das Baumfällungsgesetz führte zunächst zu vermehrten Fällungen von Bäumen, vor allem in den Städten. Am 1. Januar diesen Jahres ist nämlich die Novellierung des Umweltministers Jan Szyszko in Kraft getreten. Diese liberalisierte die Vorschriften zur Baumfällung auf privaten Grundstücken, die nicht dem gewerblichen Zwecken diente. Interessierten haben aber schnell entsprechende Lücken gefunden und ausgenutzt.

Kein Wunder also, dass es in der Gesellschaft zu Protesten und Diskussionen mit der Regierung gekommen ist – diese hat auch entsprechende Korrekturen versprochen. Heute haben unbekannte Täter sind auf das private Grundstück des Umweltminister Szyszko in Tuczno (Voivodschaft Westpommern) eingdrungen und haben 33 Bäume stark beschädigt.

Der Umweltminister selber schätzte seine Verluste auf 5.000 Zloty (ca. 1800 Euro), aber den Schätzungen der Polizei zufolge handelt es sich um Verluste im Wert von 500 Zloty (etwa 120 Euro). Da die Täter nicht gefasst wurden, sind die Motive immer noch nicht geklärt – es wird aber über eine Art der Rache für das umstrittene Gesetz spekuliert.

Bild: Umweltminister Jan Szyszko und Premierministerin Beata Szydlo // (cc)  P.Tracz/KPRM [Public Domain Mark 1.0] / Flickr

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