Ralleyfahrer und Politiker 114 km/h zu schnell?

Der Rallyefahrer und PO-Politiker Krzysztof Holowczyc ist 2013 in eine Polizeikontrolle geraten. Er soll mit über 200 Stundenkilometern deutlich zu schnell gewesen sein. Das Pikante: Holowczyc setzt sich für Sicherheit im Straßenverkehr ein und hat zu dem Zweck sogar eine Stiftung gegründet.

Wenn eine moralische Instanz droht tief zu fallen, schauen alle besonders genau hin – das muss gerade Krzysztof Holowczyc feststellen. Holowczyc ist Ralleyfahrer und Politiker der regierenden Bürgerplattform (PO). Er gewann 1995, 1996 und 1999 die Polnische Rallye-Meisterschaft. Später wurde er noch unter anderem Europäischer Rallye-Meister und nimmt seit 2005 an der Rallye Dakar teil. 2015 belegte er dort den dritten Rang in der Gesamtwertung.

Von 2007 bis 2009 saß Krzysztof Holowczyc zudem als Abgeordneter der Bürgerplattform im Europaparlament. Auch als Fernsehmoderator ist er schon aufgetreten. Holowczyc setzt sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein und gründete die Stiftung „Der sichere Fahrer“ (Fundacja Kierowca Bezpieczna). Er ist zudem Träger des Goldenen Verdienstkreuzes der Republik Polen.

Nun ist ausgerechnet Holowczyc 2013 bei einer Straßenkontrolle von der Polizei angehalten worden. Dabei soll der Ralleyfahrer rund 114 Stundenkilometer zu schnell unterwegs gewesen sein. Vor Gericht bekannte er sich jedoch nicht schuldig. Er sei nur rund 100 km/h schnell gefahren, die auf dem Polizeivideo angezeigten 214 km/h würden die Geschwindigkeit des ihn verfolgenden Polizeiautos anzeigen. Auch die eingesetzte 13-fache Auflösung wäre nicht zulässig gewesen. Die Polizei widerspricht der Darstellung, die Kontrolle sei fehlerfrei gewesen.

Das Gerichtsverfahren dauert noch an. Die Diskussion um Holowczyc ist aber bereits in vollem Gange.

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