Recycling-Brücke für Fußgänger und Radfahrer

Wissenschaftler der Technischen Universität Danzig bauten eine Fußgängerüberbrückung aus recycelten Materialien. Diese innovative Öko-Brücke ist leicht, robust und nicht brennbar. Sie kann sowohl in schwierigen Verkehrssituationen, als auch in Notsituationen und bei Naturkatastrophen eingesetzt werden. Am Mittwoch fand der Belastungstest und zugleich eine Öffentlichkeitsaktion statt.

Polnische FlaggeDiese Fußgängerbrücke wurde aus organischen Verbundwerkstoffen gebaut. In der Praxis bedeutet dies, dass überwiegend gebrauchte Kunststoffbehälter verwendet wurden. Dank der Materialstruktur ist sie sehr leicht und einfach bei der Montage. Außerdem ist die Brücke nicht brennbar, witterungsbeständig und langlebig. Sie ist vor allem für Fußgänger und Radfahrer geeignet, kann jedoch die Überfahrt eines Krankenwagens aushalten.

Eine Fußgängerbrücke zeichnet sich durch ein einzigartiges Design aus. Sie wurde vollständig in einem Stück angefertigt. Dafür wird eine sogenannte Infusionstechnologie verwendet. Erst danach werden die einzelnen Teile durch Gießen von sich unter Druck befindendem Harz verbunden.

Der innovative Steg kann überall dort platziert werden, wo es Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Dank ihrer Leichtigkeit kann die Brücke schnell transportiert werden. Sie könnte bei Erdbeben und anderen Naturkatastrophen eingesetzt werden.

Gemeinsamer Belastungstest mit 180 Leuten macht Spaß

Die Forscher haben geplant, am Mittwochnachmittag einen Belastungstest durchzuführen. Dazu brauchten sie 180 Freiwillige, die das Steg “ausprobieren” wollten. Es wiegt 30,2 Tonnen und ist 14 Meter lang. Der Test sollte allerdings nur dem Zweck dienen, die außergewöhnliche Brücke in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Vorher wurde sie entsprechend durch Fachleute geprüft.

Das Projekt läuft unten dem Namen „FOBRIDGE“. Neben einem Team von Wissenschaftlern der Technischen Universität Danzig und der Technischen Militärakademie in Warschau beteiligt sich das Unternehmen Roma. Die Arbeiten begannen vor zwei Jahren und sie werden bis Ende 2015 fortgesetzt. Das Forscherteam hat dafür einen Zuschuss vom Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung erhalten.

Eine solche Konstruktion, die schnell, in einem Stück und aus organischen Verbundstoffen hergestellt wird, kann eine interessante Lösung für viele Städte darstellen, wo Fahrradwege zu bereits bestehenden Schnellstraßen gebaut werden. Ein gutes Beispiel dafür ist Warschau, wo radeln in der Stadt beliebter wird, aber durch den Verkehr für viele immer noch ziemlich gefährlich ist.

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