Silber in Moskau für Diskuswerfer

Der polnische Diskuswerfer Piotr Malachowski hat heute bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Moskau den zweiten Platz erreicht. Der Silbermedaillengewinner musste sich nur dem Berliner Robert Hartung geschlagen geben, der mit 69,11 Metern insgesamt 75 cm weiter geworfen hatte. Bereits gestern hatte Polen die erste Medaille gewinnen können: Der Hammerwerfer Pawel Fajdek schleuderte die Kugel 81,97 m weit. Er ist mit 24 Jahren der jüngste Hammerwurfweltmeister aller Zeiten.

Polen liegt an Tag 4 der Weltmeisterschaft mit zwei Medaillen auf Platz 8 des Medaillenspiegels. Die WM in Moskau dauert noch bis zum 18 August an.

WM in Russland umstritten

Die Weltmeisterschaft in der russischen Hauptstadt ist umstritten. Zum einen ist das Luschnikistadion, in dem die WM stattfindet, größtenteils leer; richtige Wettkampfstimmung scheint nicht aufzukommen. Die Athleten beschweren sich über eine gespenstische Atmosphäre und unhöfliches Personal ohne Englischkenntnisse.

Zum anderen ist die Wahl Russlands als Austragungsort mehrerer großer Sportereignisse (2014 finden die Olympischen Winterspiele in Sotschi statt und 2018 veranstaltet Russland die Fußballweltmeisterschaft) aus politischen Gründen kritisiert worden. Besonders der autoritäre Umgang der Regierung Putin mit Oppositionellen und das neue „Gesetz gegen Homosexuellen-Propaganda“ erregten starken Widerspruch. Letzteres Gesetz stellt die positive Äußerung über Homosexualität unter Geld- und sogar Haftstrafe. Offiziell soll es dem Kinder- und Jugendschutz dienen, doch von Menschenrechtsorganisationen wird es als Versuch der Staatsmacht gesehen, gegen Gleichheitsparaden wie den Christopher-Street-Day vorzugehen. Russland ist von einer tiefen Homophobie gekennzeichnet, in letzter Zeit machten Nachrichten über Faschisten die Runde, die gezielt über soziale Netzwerke junge Homosexuelle suchen und vor laufender Kamera misshandeln.

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