Skispringen: Polen mit einem historischen Ergebnis

Die Skisprung-Saison 2016/2017 ist offiziell zu Ende. Am Sonntag fanden die letzten Siegerehrungen statt. Für die polnische Mannschaft war es ein Jahr voller Rekorde. Zwei Kristall-Kugeln gingen an den herausragenden Stefan Kraft aus Österreich. Auch ein weiterer Österreicher lässt über sich reden. 

Trainerwechsel und Neuanfang

Die Skisprung-Saison 2015/2016 war nicht nur für die polnischen Sportler, sondern auch für die polnischen Fans äußerst enttäuschend. Während der ganzen Saison belegte nicht ein einziger Skispringer einen Podiumsplatz und im individuellen Ranking landete Kamil Stoch als bester Pole auf dem 22. Platz. Lediglich mannschaftlich war ein dritter Platz beim Mannschaftsspringen in Zakopane ein kleiner Trost.

Veränderungen mussten her, welche mit einem Trainerwechsel eingeläutet wurden. Der neue Trainer heißt seitdem Stefan Horngacher. Er sollte dem polnischen Team zu neuem Glanz verhelfen.

Ein Jahr voller Siege und Rekorde

Nach den ersten zwei Wettbewerben sprangen sich die Polen warm und überraschten nicht nur ihre Gegner. Die ganze Skisprungwelt sprach über deren guten Leistungen. Es folgten Siege und Erfolge und das polnische Team übernahm schließlich auch die Führung bei der Nationenwertung. Die Vierschanzentournee gewann der Doppel-Olympia-Sieger Kamil Stoch vor einem weiteren Polen – Piotr Zyla und viel hat nicht gefehlt, da hätte Maciej Kot das Tripple perfekt gemacht. Überzeugend war vor allem die Gruppendynamik von Kamil Stoch, Dawid Kubacki, Maciej Kot und Piotr Zyla. Bei der Weltmeisterschaft in Lahti holten diese Jungs verdient das Mannschaftsgold und waren als einziges Team bei allen Mannschaftsspringen zumindest dritter.

Danach ließ die Form etwas nach, doch blieb der Nationencup in polnischer Hand. Bis kurz vor Schluß holte sich Stefan Kraft aus Österreich in einer spannenden Aufholjagd dann doch noch zwei Kristall-Kugeln und den letzten Sieg der Saison. Kamil Stoch und Stefan Kraft sprangen den anderen Springern davon. Vorbildlich war der Konkurrenzkampf der beiden besten Springer der Saison, die sich gegenseitig unterstützt haben. Ob man es glaubt oder nicht, aber die scheinen sich gegenseitig die Siege gegönnt zu haben.

Bei der Überreichung des Nationen-Cup-Pokals zeigte Kamil Stoch auf den hinter ihm stehenden Trainer. Ohne seine Erfahrung wäre diese Saison nicht auf solch hohem Niveau über so lange Zeit abgelaufen. Die Vorfreude auf die Saison 2017/2018 ist fast schon so groß wie zu Zeiten des Großen Adam Malysz, der zwischenzeitlich als Koordinationsleiter zum polnischen Team dazuzugestoßen ist.

Bild: Skisprungschanze Wielka Krokiew  in Zakopane // (cc) Lukas Plewnia [CC BY-SA 2.0] polen-heute.de/Flickr

 

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