Sotschi: Stoch holt Goldmedaille

Der polnische Skispringer Kamil Stoch holte heute beim Skispringen in Sotschi Gold. Die Olympischen Winterspiele werden gefeiert, Kritik findet in den polnischen Medien kaum statt.

Heute sprang Kamil Stoch zum ersten Gold in seiner Karriere bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Damit ist der 26-Jährige schon jetzt in die polnische Sportgeschichte eingegangen – er wird bereits in einem Atemzug mit dem in Polen verehrten Skispringer Adam Malysz genannt, dem drei Mal die Goldmedaille vor der Nase weggeschnappt wurde.

In dieser Saison ist Stoch bereits durch sehr gute Resultate aufgefallen. Doch die Goldmedaille ist in Polen eine Überraschung, zumal es erst das dritte Gold für Polen überhaupt bei Olympischen Winterspielen ist.

Wenig Kritik an Sotschi

Die Polen feiern Stoch und schauen interessiert auf die folgenden Wettkämpfe. Justyna Kowalczyk wird als Favoritin im Skilanglauf gehandelt. Und vielleicht kann noch der ein oder andere polnische Sportler überraschen.

Doch kritische Berichterstattung findet im polnischen Fernsehen nur am Rande statt. Kuriositäten wie Toiletten ohne Trennwände erhalten da viel mehr Aufmerksamkeit. Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung von Arbeitskräften sowie Umweltzerstörung spielen kaum eine Rolle. Schon im Dezember 2013 kündigte Premierminister Donald Tusk (Bürgerplattform, PO) an, die Regierung werde die Winterspiele nicht boykottieren. Er schloss nicht aus, dass hochrangige Politiker nach Sotschi fahren werden.

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