Straßenbahnfahrer verursacht einen tragischen Unfall

Heute ereignete sich ein Verkehrsunfall in Lodz, der drittgrößten Stadt Polens. Kurz nach Mittag ist eine Straßenbahn im Zentrum der Stadt vorschriftswidrig gefahren, gegen ein Auto gestoßen und hat mehrere Passanten angefahren. Der betrunkene Straßenbahnfahrer wurde festgenommen – ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft. 

Heute kam es kurz vor 13 Uhr in Lodz zu einem verheerenden Unfall mit einer Straßenbahn. Das Unglück ereignete sich auf der Piotrkowska-Straße, einer der längsten und wichtigsten Straßen der zentralpolnischen Stadt. Den Zeugenberichten zufolge soll die Straßenbahn, nachdem diese an einer Haltestelle nicht gehalten hatte, bei Rot eine Kreuzung durchfahren haben. Drei Personen wurden angefahren, zwei davon sind ums Leben gekommen, die dritte kämpft im Krankenhaus um ihr Leben. Auch ein entgegenkommendes Auto wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Die Passagiere der betroffenen Straßenbahn berichten weiter, der Fahrer hätte nicht einmal bemerkt, dass es zu einem Zusammenstoß gekommen ist. Erst die Fahrgäste hätten die Straßenbahn angehalten – dies sei erst nach etwa 150 Metern gelungen. Die Polizeibeamten haben ermittelt, dass der 34-jährige Straßenbahnfahrer betrunken war. Die erste Untersuchung zeigte in seinem Organismus mindestens 1,2 Promille Alkohol, wahrscheinlich hatte er aber noch mehr im Blut.

Die Polizei informierte, dass der Straßenbahnfahrer, der seit zwei Jahren in diesem Beruf arbeitete, nicht mit den Beamten reden wollte. Sie betonten jedoch, er schien nicht verstanden zu haben, was gerade passiert war. Der 34-Jährige wurde festgenommen und wird frühestens morgen vernommen.

Bürgermeisterin kündigt strenge Maßnahmen an

Die Bürgermeisterin von Lodz, Hanna Zdanowska (PO), forderte vom Vorsitzenden der Lodzer Verkehrsbetriebe (MPK) eine sofortige, genaue Kontrolle aller Bus- und Straßenbahnfahrer. Einige Hundert MPK-Mitarbeiter wurden mit einem Alkoholmessgerät untersucht. Außerdem verlangte die Bürgermeisterin bis morgen einen Bericht über die Verantwortlichkeiten bei der MPK. Außerdem sollen Vorschläge weiterer Maßnahmen erarbeitet werden. Nach dem Willen Bürgermeisterin soll die Nüchternheit aller Fahrer regelmäßig gemessen werden (bis jetzt erfolgte dies nur stichprobenweise).

Vorstandsmitglieder der MPK halten es für unwahrscheinlich, dass der festgenommene Fahrer betrunken in die Arbeit kam. Für viel wahrscheinlicher halten sie das Szenario, dass der Fahrer während der Arbeitszeit Alkohol getrunken hatte. Sie zeigten sich erstaunt, dass niemand in den Schaltzentralen etwas bemerkt hat. Der MPK-Vorstand versicherte jedoch, dass der betrunkene Fahrer entlassen wurde und die Kreuzung, auf der es zu dem Unfall kam, videoüberwacht wird. Die Polizei hat die Aufnahmen bereits sichergestellt ermittelt weiter.

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