Tod eines Kleinkindes

Diese Woche Mittwoch starb die zweieinhalbjährige Dominika in einem Krankenhaus in Lodz – heute war der tragische Tod das Top-Thema in den polnischen Medien: Alles begann letzte Woche Sonntag als das kleine Mädchen starke Zuckungen bekam. Die Eltern brachten es daraufhin zum Krankenhaus, wo es nach einer Untersuchung Medikamente verschrieben bekam und nach Hause geschickt wurde.

Jedoch verschlimmerte sich in der darauffolgenden Zeit der Zustand des Kindes dramatisch. Die Mutter rief Sonntag am späten Abend den Notruf an und wollte einen Krankenwagen anfordern. Am Telefon wurde ihr gesagt, dass sie im Krankenhaus anrufen und nach einem Arzt fragen sollte, der nach Hause kommt. Nachdem der Arzt nicht kam und sich der Zustand des Kindes verschlechterte, rief die Mutter um ca. drei Uhr nachts abermals nach einem Krankenwagen, der diesmal kam. Doch für das Mädchen war es bereits zu spät, wie sich später herausstellen sollte.

Das Mädchen soll nach Medienberichten in Folge einer Grippe gestorben sein.

Nachfolgen des Kindstodes

Pressemeldungen zufolge soll die Zweieinhalbjährige beim ersten Krankenhausaufenthalt nicht gründlich untersucht worden sein. Auch hätte viel früher ein Krankenwagen zur Hilfe ausrücken sollen.

Gesundheitsminister Bartosz Arlukowicz kündigte nun eine genaue Untersuchung des Vorfalls an, die er nach eigenen Angaben diese Woche Freitag schon anordnete. Der Minister möchte sich nächste Woche Montag mit medizinischen Experten treffen, um der Sache nachzugehen.

Derweilen empört sich der polenweit bekannt Journalist Jerzy Owsiak, der jedes Jahr nach Silvester „Das große Orchester zur Weihnachtshilfe“ (WOSP) veranstaltet. Hierbei werden Spenden für die Kindermedizin gesammelt. Owsiak stellte nun die weitere Veranstaltung von Spendensammlungen im Rahmen von WOSP in Frage. Rückendeckung erhält er von einigen Oppositionspolitikern, die den Rücktritt von Arlukowicz fordern.

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