Tragische Ostern auf polnischen Straßen

Ob Ostern oder Weihnachten – Feste und Feiertage verbringen die meisten mit ihren Nächsten. Sehr häufig ist es mit einer kürzeren oder längeren Reise verbunden. Auch um die diesjährige Osterzeit war viel los auf den polnischen Straßen. Den polizeilichen Berichten zufolge sind während der Feiertage 28 Menschen ums Leben gekommen und 315 Personen verletzt worden.

Armia-Ludowa-Allee in WarschauDie Bilanz ist erschreckend: In der Osterzeit kam es auf den polnischen Straßen und Autobahnen zu 240 Unfällen. Wie die Zahlen beweisen, waren die Feiertage in diesem Jahr tragischer als im Jahr zuvor. Fast 30 Personen starben, mehr als 300 verbrachten diese in Krankenhäusern. Der schlimmste Tag in dieser Hinsicht war der Karsamstag. Einen vergleichbar tragischen Feiertag gab es seit 2012 nicht mehr.

Der Polizei fällt es schwer, einen eindeutigen Grund der Unfälle festzustellen. Viele berichten, es hätte am Wetter liegen können – nach einem ziemlich langen Winter kamen endlich sonnige Tage, die leider sehr vielen Fahrern zu viel Mut gegeben hatten. Die meisten Fehler, die begangen wurden, waren viel zu hohe Geschwindigkeiten, aber auch die Vernachlässigung der vorfahrtsregelnden Vorschriften.

Zu schnell unterwegs

Was die Polizeibeamten auch feststellen konnten, war die Tatsache, dass die tragischsten Unfälle kurz vor dem Reiseziel passierten. Am Ende einer längeren Strecke wollten nämlich die Fahrer so schnell wie möglich ankommen, waren schon erschöpft nach ein paar Stunden am Steuer und wurden einfach weniger aufmerksam.

In diesem Jahr aber hat die Polizei weniger alkoholisierte Fahrer angehalten. Die Anzahl beläuft sich auf 1061, was um 57 niedriger liegt als im letzten Jahr.

Die Polizei wies wie jedes Jahr darauf hin, immer bewusst, aufmerksam und vorsichtig zu fahren. Gleichzeitig erinnerte die Behörde daran, dass dem Fahrer bei viel zu hoher Geschwindigkeit oder grober Fahrlässigkeit der Führerschein abgenommen werden darf, ohne dies zuvor beim Gericht zu melden.

Bild: Armia-Ludowa-Allee in Warschau // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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