Trauer in Polen nach Attentat in Brüssel

Polen trauert um die Opfer der heutigen Terroranschläge in Brüssel. Premierministerin Beata Szydlo drückt ihre Bestürzung aus. Doch auch kritische Stimmen werden in den Medien laut.

Polnische FlaggeAuch in Polen sind die Anschläge in Brüssel mit Erschütterung aufgenommen worden – heute ist einer der wenigen Tage, an denen die Innenpolitik in den Hintergrund rückt. Bisher vermeldete die polnische Presse drei verletzte Polen in der belgischen Hauptstadt.

Präsident Andrzej Duda trug sich heute in das Kondolenzbuch in der belgischen Botschaft in Warschau ein. Premierministerin Beata Szydlo drückte ihre tiefe Anteilnahme aus und sprach von einer Verpflichtung der Staaten, die eigenen Bürger zu schützen. Nach einer Sitzung des Staatlichen Zentrums für Sicherheit bekundete die Regierungschefin ferner, dass in Polen keine erhöhte Gefahr bestünde. Daher seien alle in Polen lebenden Menschen in Sicherheit, gleichwohl seien die Sicherheitsdienste in hoher Alarmbereitschaft.

Die Oberbürgermeisterin von Warschau Hanna Gronkiewicz-Waltz (Bürgerplattform, PO) hat einen Beileidsbrief an die Bürgermeisterin von Brüssel Yvan Mayeur versendet. Auch gegenüber den Medien drückte sie ihre Anteilnahme aus. Gleichzeitig ordnete Gronkiewicz-Waltz eine Verstärkung der Sicherheitskräfte an neuralgischen Punkten der Stadt, wie dem Flughafen, an.

In den Medien werden aber auch Stimmen laut, die von einem organisatorischem Chaos und einer chronischen Unterfinanzierung in den staatlichen Diensten sprechen. Klar ist jedoch, Polen steht eher unten auf der Liste von Terroristen, da das Land von relativ geringer internationaler Bedeutung ist.

Bild: Polnische Flagge // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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