Tusk: Infrastrukturmittel für behinderte Kinder

Premierminister Donald Tusk sagte heute, woher die höheren Beihilfen für Eltern von behinderten Kindern kommen sollen. Die Eltern sind jedoch noch immer nicht zufrieden und geben ihren Protest nicht auf. Die mediale Show geht also weiter.

Donald Tusk (mitte)Bereits vorgestern haben die Eltern von behinderten Kindern, die seit letzter Woche Mittwoch im Sejm (polnisches Parlament) ausharren, einen großen Erfolg erzielt. Premierminister Donald Tusk kündigte an, die Unterstützung für Eltern behinderter Kinder werde bedeutend aufgestockt.

Heute sagte Tusk auf einer Pressekonferenz, woher die Mittel für die finanzielle Hilfe kommen sollen. Hauptsächlich solle Geld genommen werden, das ursprünglich für die Infrastruktur des Landes gedacht war. Demnach sollen in diesem Jahr 50 Millionen Euro weniger in die Erneuerung von lokalen Straßen fließen. Damit sinkt das Budget für diese Maßnahmen von 175 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro. Darüber hinaus werden auch Mittel umgeleitet, die ursprünglich für die Förderung von Biokraftstoff gedacht waren.

Die Eltern im Sejm sind jedoch noch immer nicht zufrieden. Sie fordern weiter eine finanzielle Beihilfe, die dem Mindestlohn in Polen entspricht. Kaum überraschend ist des Weiteren, dass Oppositionspolitiker die protestierenden Eltern in Schutz nehmen. Die mediale Show im Sejm geht also weiter – Ausgang ungewiss.

Bild: Donald Tusk // (cc) Maciej Śmiarowski / KPRM [CC BY-NC-ND 2.0] / Flickr

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