Tusk warnt vor russischen Provokationen

Heute traf sich Premier Tusk mit den Woiwoden Polens, um Strategien angesichts der Situation in der Ukraine zu besprechen. In der Sitzung warnte er vor möglichen Provokationen seitens Russlands und bat die Woiwoden um verstärkte Aufmerksamkeit.

Donald TuskPremierminister Tusk betonte, dass die Grenzregionen bei der Oblast Kaliningrad die gefährlichsten dabei sein könnten und die dortigen Verwaltungen mit den meisten neuen Pflichten zurecht kommen müssten. Tusk sagte, Polen sei so stark wie seine Grenzregionen. Deshalb müsse die Zusammenarbeit der Woiwodschaften und der Woiwoden verstärkt werden.

Er erinnerte an die enge Zusammenarbeit nach natürlichen Katastrophen und unterstrich, dass es diesmal nicht zu Fehlern kommen dürfe, da sond die Auswirkungen folgeschwer wären. Tusk hoffe zwar, dass die internationale Kooperation eine friedliche Lösung bringe, aber Polen müsse auch auf ein negatives Szenario vorbereitet sein.

Aufruf zur Wachsamkeit

Ein wichtiger Punkt der Sitzung mit den Woiwoden war der Aufruf des Premierministers, die ganze Zeit aufmerksam zu bleiben. Angesichts der Ereignisse beim östlichen Nachbarn Polens dürfen russischen Provokationen sowohl im Grenzgebiet, als auch in ganz Polen nicht ausgeschlossen werden. Sollte es zu irgendeinem Zwischenfall kommen, könne dies zur Schwächung der polnischen Position auf der internationalen Bühne führen.

Tusk versicherte darüber hinaus, Polen werde nicht provozieren.  Es solle keiner Gefahr ausgesetzt werden und keine übertriebene Stärke vortäuscht. Ein Erfolg in der internationalen Politik werde erst dann erreicht, wenn im eigenen Lande Ordnung herrsche.

Bild: Donald Tusk  // (cc) KPRM [CC BY-NC-ND 2.0] / Flickr

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