Wirtschaft bremst ab

Wirtschaftsexperten schlugen heute Alarm: laut Haupt-Statistikamt (GUS) fällt das polnische Wirtschaftswachstum rasant. Im Jahr 2012 sank der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 3,6% im ersten Quartal auf 2,3% im zweiten Quartal, ehe es im dritten  Quartal bei 1,4% innehielt. Eingebrochen ist besonders der private Konsum in Polen, nämlich um rund 70%. Nun fragen sich die Politik und führende Meinungsmedien, ob Polen eine baldige Rezession droht, mit der Gefahr einer plötzlich einsetzenden Massenarbeitslosigkeit.

Politiker der Regierungskoalition anerkannten den Trend, verwiesen aber darauf, dass Polen während der Eurokrise an der Spitze der Länder gestanden habe, die durch stetiges Wirtschaftswachstum von der Krise unberührt waren. Ministerpräsident Donald Tusk versuchte ebenfalls zu beschwichtigen. Er erwarte, dass das vierte Quartal eine Stabilisierung zeigen werde, und nannte 2013 ein schwieriges Jahr, für das aber keine Rezession in Polen drohe. Die Opposition stellte jedoch bereits im Parlament einen Antrag auf Auskunft zur wirtschaftlichen Lage Polens durch den Regierungschef.

Tatsächlich könnte Polen durchaus demnächst von der Eurokrise getroffen werden, besonders dann wenn sein wichtiger Handelspartner Deutschland in Schwierigkeiten geraten sollte.

Bild: Donald Tusk im Zentrum für Moderne Politechnik-Ausbildung in Bialystok // (c) Maciej Śmiarowski/KPRM / Flickr

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