Zahlenspiele – Das Ende der Welt in Polen

Morgen soll bekanntlich die Welt untergehen. Das Ende der Welt befindet sich sogar in Polen: der kleine Weiler Koniec Swiata (Ende der Welt) liegt in der Wojewodschaft Großpolen, zwischen den Städten Kalisz und Lodz. Einwohnerzahl: eine Person.

Doch es gibt auch bedrohlichere Zahlen aus Polen zu vermelden. Über 60.000 Personen sind schon an Grippe erkrankt oder zeigen ähnliche Symptome. 200 Betroffene sind in Krankenhäusern behandelt worden. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Zahl der verschwundenen Personen in Polen ist gestiegen. In diesem Jahr verlor sich schon die Spur von über 17.000 Menschen (2011: ca. 15.000 Menschen). Fast 1.600 Vermisstenanzeigen von Angehörigen wurden aufgegeben. Besonders jugendliche und gebildete Menschen verschwinden immer öfter spurlos. Eine mögliche Erklärung sind fehlende berufliche Perspektiven und die hohen gesellschaftlichen Anforderungen in der heutigen Zeit, an denen viele zerbrechen.

Eine andere Zahl untermauert diese These: Nach einer Studie haben schon fast zwei Drittel aller homosexuellen Jugendlichen an Selbstmord gedacht. Unter heterosexuellen Heranwachsenden liegt der Prozentsatz bei nur 12%. Die Autoren der Studie verweisen darauf, dass Übergriffe gegen LGBT überwiegend an Schulen und Universitäten stattfinden. Daher verheimlichen rund 70% der Jugendlichen ihre sexuelle Orientierung. Fast 12% gaben an, bereits physisch attackiert worden zu sein – in vielen Fällen kam es auch zu sexuellen Übergriffen. Von der Polizei erwarten die Befragten keine Hilfe: 90% melden keine Übergriffe. Viele haben konkrete Diskriminierung durch die Polizei erlebt.

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