Zwei Dokus über Smolensk

Der Flugzeugabsturz bei Smolensk im April 2012, bei dem der Präsident Polens Lech Kaczynski und weitere wichtige Menschen aus Politik und Gesellschaft starben, bleibt eines der Top-Themen in den polnischen Medien. Zurzeit werden verschiedene Theorien neben der offiziellen diskutiert – einer der Hauptaspekte der alternativen Theorien sind zwei Explosionen, die sich kurz vor dem Aufprall im Flugzeug ereignet haben sollen. Vertreter der Regierung und der Untersuchungskommissionen, die den Absturz untersuchte, erklären, dass es keine Hinweise auf diese gibt.

Nun greifen zwei Dokumentationen dieses Thema auf, die jedoch gänzlich unterschiedliche Standpunkte vertreten. Eine Dokumentation wurde von National Geographic (Titel: „Tod des Präsidenten“) gedreht und hält sich an die Argumentation, der die russische und die polnische Untersuchungskommission folgten. Demnach war der Flugzeugabsturz eine Mischung aus widrigen Umständen und menschlichem Versagen. Eine zweite Dokumentation erzählt eine andere Geschichte: Die Dokumentarfilmerin Anita Gargas zeichnet ein Bild voller Zweifel gegenüber der offiziellen Version der Geschehnisse. Ihr Film mit dem Titel „Anatomie eines Niedergangs“ hält sich an die Anschlagstheorie. In Frage gestellt wird, dass ein Baum die Präsidentenmaschine hätte stoppen können und dass menschliches Versagen eine Rolle dabei spielte.

Jetzt herrscht eine Diskussion darüber, ob eine der beiden oder beide Dokumentationen im öffentlich rechtlichen Fernsehens (TVP) gezeigt werden sollen. Die Entscheidung scheint um so schwieriger, da das Thema stark mit Emotionen beladen ist.



Dokumentation von National Geographic (Polnisch) / Quelle: YouTube


Dokumentation von Anita Gargas (Polnisch) / Quelle: YouTube

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