Chef des Inlandsgeheimdienstes entlassen

Das neue Jahr hat in Polen mit einem Paukenschlag begonnen – Krzysztof Bondaryk wurde vom Posten des Chefs des polnischen Inlandsgeheimdienstes (genannt: Agentur für Innere Sicherheit, ABW) entlassen. Laut Medienberichten hat Premierminister Donald Tusk sein Rücktrittsgesuch angenommen, der Nachfolger von Bondaryk ist jedoch noch nicht bekannt; die Änderung an der Spitze des Dienstes soll der Beginn von Umstrukturierungsmaßnahmen unter den verschiedenen Diensten in Polen sein.

Der Grund für den Rücktritt ist nicht an die Öffentlichkeit gedrungen; Medienberichten zufolge hat Bondaryk im letzten Jahr bereits mehrere Rücktrittsgesuche eingereicht, die der Premierminister jedoch nicht annahm. Es wurden keine Dienstverletzungen des entlassenen Geheimdienstchefs  bekannt – mit fünf Jahren Dienstzeit war er einer der am längsten amtierenden Chefs des Inlandsgeheimdienstes.  Meinungsverschiedenheiten zwischen Tusk und Bondaryk bezüglich der Führung und Struktur des ABW könnten möglicherweise der Grund für den Rücktritt gewesen sein.

Der Inlandsgeheimdienst hat erst im November 2012 einen Anschlag auf das polnische Parlament verhindert.

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