Einigung im Streik am Kindergesundheitszentrum

Die Krankenpflegerinnen am Zentrum für Kindesgesundheit in Warschau haben sich mit dem Arbeitgeber geeinigt. Der Streik ist vorerst beendet. Mit dem Ergebnis sind aber nicht alle zufrieden.

Kulturpalst in Warschau bei NachtDie Krankenpflegerinnen am Zentrum für Kindesgesundheit in Warschau haben sich mit dem Arbeitgeber geeinigt. Der Streik ist nach 16 Tagen vorerst beendet. Die Krankenschwestern erhalten von August an 300 Zloty brutto (ca. 80 Euro) mehr Geld. Gefordert hatten sie 500 Zloty. Auch ein Weihnachtsgeld wird es geben. Als einzige Partei in Polen hat die neue Linkspartei Razem den Kampf im Zentrum für Kindesgesundheit unterstützt und teilweise sogar organisiert.

Allerdings sind nicht alle der rund 800 Krankenschwestern am Zentrum mit dem Ergebnis zufrieden, denn das Geld war weniger das Ziel. Es ging vor allem um bessere Arbeitsbedingungen. Eine Einstellungsverpflichtung von weiteren Pflegekräften hatte die Direktion kategorisch abgelehnt. 40 Neueinstellungen waren von der Gewerkschaft gefordert, obwohl mindestens 70 fehlen. Zudem enthält die Einigung zwar einen Passus, dass die Bezahlung in Zukunft weiter steigen könne, eine verpflichtende Regelung für die Arbeitgeber gibt es aber nicht.

Aus Kreisen der Pflegekräfte hieß es, dass der Druck auf sie zu groß war. Am Ende waren viele Streikende ausgelaugt und hatten den Kampf aufgegeben, sodass kein besseres Ergebnis erzielt werden konnte. Im Endeffekt ist der Konflikt praktisch nur bis Ende des Jahres aufgeschoben. Es drohen aber auch schon weitere Streiks anderer Berufsgruppen. So wollen auch die Labordiagnostsiker oder Ärzte um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.

Bild: Warschau bei Nacht // (cc) Lukas Plewnia [CC BY-SA 2.0] / polen-heute.de

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