Entlassungen bei Kopacz

Es ist nur ein kleiner Skandal, trotzdem mussten drei Mitarbeiter von Ministerpräsidentin Ewa Kopacz gehen. Weil sie Oppositionspolitikern Schulungen gegeben hatte, musste eine langjährige Weggefährtin ihren Posten räumen. Auch die Büroleiterin von Kopacz darf sich einen neuen Job suchen.

In den letzten Tagen hat Ministerpräsidentin Ewa Kopacz (Bürgerplattform, PO) drei enge Mitarbeiter verloren. Adam Piechowicz und Iwona Sulik wurden von der Regierungschefin zum Rücktritt gedrängt, Jolanta Gruszka nahm angeblich selbst ihren Hut. Hintergrund des Großreinemachens sind Tätigkeiten von Sulik und Piechowicz vor ein paar Jahren. Die beiden sollen – schon bei Kopacz arbeitend – Oppositionspolitiker beraten haben. Konkret soll Sulik unter anderem 2014 Przemyslaw Wipler (ehemals Recht und Gerechtigkeit, PiS) in Medienkompetenz geschult haben.

Iwona Sulik war jedoch zu der Zeit bereits Pressesprecherin der damaligen Sejm-Marschallin Ewa Kopacz. Überhaupt arbeitet Sulik schon seit Jahren in unterschiedlicher Funktion für Kopacz. Auch Gruszka arbeitete schon seit 2001 für Kopacz. Unter anderem war sie Büroleiterin im Gesundheitsministerium, als Kopacz Ministerin war.

Es gibt bereits erste Namen, die als Nachfolger kursieren. In den nächsten Tagen dürften sich die stärksten Kandidaten durchsetzen. Das konsequente Durchgreifen von Ewa Kopacz, mit dem sie auch langjährige Weggefährtinnen aus dem Weg räumt, zeigt aber, dass sie keine noch so kleinen Skandale durchgehen lässt.

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