Feierlichkeiten zum 1050. Jahrestag der Taufe Polens

Heute wurden die dreitägigen Feierlichkeiten zur Taufe Polens eröffnet. Die Feier findet in Gnesen und Ostrow Lednicki statt. Für die weiteren Tage sind Veranstaltungen in Posen geplant. Die Festlichkeiten haben einen staatlich-kirchlichen Charakter und stehen unter der Schirmherrschaft des polnischen Präsidenten Andrzej Duda.

Heilige Messe in Gnesener KathedraleIm Jahre 966 hat sich der erster Herrscher Polens – Fürst Mieszko I. – taufen lassen, was als historischer Anfang Polens als Staat gilt. In der damaligen Zeit waren bekanntlich die Einflüsse des Vatikans und des Papstes auf dem alten Kontinent entscheidend. Nur der Papst hatte die Macht, Könige und Herrscher zu krönen. Mieszko I. hat es nicht mehr erlebt, hat aber den Weg zur Krone seinem Sohn Boleslaw geebnet, welcher im Jahre 1025 als erster König Polens die Zustimmung für die Krönung vom Papst Johannes 19. erhalten hatte.

Die Feierlichkeiten begannen in Gnesen mit der Versammlung des polnischen Episkopats. Anwesend waren auch Kardinal Pietro Parolin als Repräsentant des Vatikans und der Primas Ungarns, Peter Erdö. Am Nachmittag fand ein ökumenisches Gebet in Ostrow Lednicki – dem Ort, wo laut den Historikern Mieszko I. getauft wurde. Ein weiterer Punkt war die Heilige Messe in der Gnesener Kathedrale, die Kardinal Parolin gehalten hat.

Für die nächsten zwei Tage sind Feierlichkeiten in Posen geplant. Dazu gehören Gebete und Gottesdienste zum 1050. Jubiläum der polnischen Taufe sowie weitere Versammlungen des Episkopats. Am morgigen Nachmittag folgt die Nationalversammlung (Sitzung beider Kammer des polnischen Parlaments, Sejm und Senat) – zum ersten Mal außerhalb Warschaus. In dieser Versammlung wird der Präsident Andrzej Duda eine spezielle Ansprache halten. Am Samstag soll auf dem Posener Fußballstadion eine Sondermesse stattfinden, in der die Versprechenserneuerung der Taufe vor 1050 Jahren der Hauptpunkt sein wird.

Bild: Heilige Messe in Gnesener Kathedrale // (cc)  P.Tracz/KPRM [Public Domain Mark 1.0] / Flickr

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