Frustrierter Arbeitsloser tötet ein Kind

Im niederschlesischen Kamienna Gora kam es zu einer Tragödie, über die jetzt die polninschen Medien berichten. Ein 27-jähriger arbeitsloser Mann, der von seiner Situation und mangelnder Hilfe seitens entsprechender Behörden enttäuscht war, ließ seinen Frust an einer unschuldigen Person aus. Er erschlug einem 10-jähigen Mädchen mit einer Axt auf den Kopf. Der Mann wird festgehalten, ihm droht lebenslange Haft.

Die Tragödie spielte sich an einem scheinbar normalen Tag ab. Einer der Bewohner der Kleinstadt Kamienna Gora (Niederschlesien) musste dem Arbeitsamt wieder einen Besuch abstatten. Der Mann ist seit längerer Zeit arbeitslos und aus diesem Grund wurde ihm auch das Arbeitslosengeld gestrichen. Der 27-jährige Samuel N. war davon nicht begeistert. Besonders, da er nach einer Beschäftigung suchte, diese jedoch nicht finden konnte und das Arbeitsamt soll ihm dabei auch nicht geholfen haben.

Der frustrierte Mann wollte seine Wut zuerst an den Beamten rauslassen. Er versteckte eine Axt in einer Tasche und ging wieder zurück zum Amt. Dort begann er einen Streit mit einem der Mitarbeitern, wurde aber bald aus dem Büro hinausgeworfen. Laut Polizeiberichten wollte der 27-Jährige jemanden umbringen, fürchtete sich aber, dies in der Behörde zu machen, weil dort zu viele Menschen waren. Er ist also in die Stadt gegangen.

Der Mörder gestand

Weiter berichtet die Polizei, dass der Täter ging in der Innenstadt herumging, bis er auf das 10-jährige Mädchen traf. Dieses hat er mit seiner vorher versteckten Axt erschlagen. Das Mädchen kannte den ihn nicht – sie war ein zufälliges Opfer, die erste Person, die der Mörder getroffen hatte.

Samuel N. wurde von der Polizei festgenommen. Heute wurde er verhört, dabei gestand er den Mord. Er bestätigte auch, dass er wegen seiner Arbeitslosigkeit frustriert war. Der Täter bleibt nun erstmal drei Monate in der Untersuchungshaft. Für seine Tat kann er von zwölf Jahre bis zu Lebenslänglich erhalten. Der Mann wird auch von Psychiatern untersucht. Im Moment kann die Polizei nicht bestätigen, ob Samuel N. nüchtern oder unter Drogen- oder Alkoholeinfluss handelte.

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