Heiligsprechung von Johannes Paul II.

Heute war es soweit – der polnische Papst Johannes Paul II. und einer seiner Vorgänger, Papst Johannes XXIII. sind heiliggesprochen worden. Die Heilige Messe zur Kanonisierung der beiden römischen Bischöfe fing um 10.15 Uhr an und wurde vom aktuellen Papst Franziskus gehalten. An diesem Ereignis nahmen rund 800.000 Menschen teil, darunter 24 Staatsoberhäupter. 

Der Petersplatz im Vatikan wurde für die Pilger früh am Morgen geöffnet und war innerhalb weniger Stunden voll. Die Gläubigen, die es nicht auf den Petersplatz geschafft haben, versammelten sich auf den Hauptstraßen Roms und verfolgten die Heiligsprechung auf Großleinwänden. Nicht zu übersehen waren die polnischen Fahnen, die die vielen Landsleute von Johannes Paul II. mitgebracht hatten.

Anlässlich der Kanonisierung der zwei Päpste sind auch Vertreter und Politiker aus der ganzen Welt erschienen. Insgesamt sind 92 Delegationen gekommen, darunter 24 Staatsoberhäupter. Aus Polen kamen Präsident Bronislaw Komorowski, Premierminister Donald Tusk und die Sejm- und Senatsvorsitzenden Ewa Kopacz und Bogdan Borusewicz. Als Ehrengast saß direkt neben Papst Franziskus Papst i.R. Benedikt XVI.

Johannes Paul II – Papst der Familien

Nach der Rede zur Heiligsprechung der beiden Päpste wurden ihre Reliquien zum Altar gebracht. Den Reliquiar mit dem Blut des polnischen Papstes brachte eine von ihm geheilte Frau aus Costa Rica. Im zweiten, gleich aussehenden Reliquiar befand sich ein Stück der Haut von Johannes XXIII.

Papst Franziskus sagte in seiner Homilie, dass seine beiden Vorgänger große Menschen gewesen seien, die die Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts miterlebt hätten. Aber Gott und der Glaube an Jesus Christus wäre in ihnen viel stärker gewesen als die Katastrophen, deren Zeugen sie waren. Dann nannte er Johannes XXIII. den „Papst des Heiligen Geistes“ und Johannes Paul II. – den „Papst der Familien“. Papst Franziskus erinnerte daran, dass der polnische Papst einmal selbst gesagt hätte, dass er eben als „Papst der Familien“ im Gedächtnis der Gläubigen behalten bleiben werde.

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