Komorowski auf NATO-Gipfel

Präsident Komorowski hält sich derzeit in Newport/Wales auf, wo er dem NATO-Gipfel beiwohnt. Während einer Rede zeigt er sich beunruhigt über den Verlauf des Ukraine-Konflikts. Komorowski verwies jedoch auch auf Möglichkeiten Polens, der Armee des Nachbarlandes zu helfen.

Das polnische Staatsoberhaupt Bronislaw Komorowski nimmt am Gipfel der NATO-Mitgliedstaaten in Newport/Wales teil. Während der Konferenz sprach er am ersten Tag über die Gefahren, die jenseits der östlichen NATO-Grenze lauern.

Komorowski berichtete auch, dass er sich heute mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko getroffen habe. Er betonte, dass die Ukraine ihre Erwartungen bezüglich der polnischen Hilfe sowie deren Bedingungen genau bestimmen solle. Der Präsident sagte ebenfalls, dass Polen bereit sei, den ukrainischen Bitten nachzukommen und bei der Modernisierung der dortigen Armee zu helfen – dies allerdings nach Beendigung des Konfliktes. Fragen von Journalisten nach dem Verkauf von polnischen Waffen an die Ukraine beantwortet er nicht, betone aber gleichzeitig, dass die Frage des ukrainisch-russischen Konfliktes noch im Plenum der Kommission NATO-Ukraine besprochen werde.

Des Weiteren bewertete der polnische Präsident die bisherigen Absprachen auf dem NATO-Gipfels positiv. Komorowski lobte das Bündnis dafür, dass es zu seiner alten Rolle zurückkehren wolle, also dass die NATO wieder als eine Wehrorganisation eigener Mitgliedstaaten auf eigenem Gebiet handeln wolle – und nicht mehr außerhalb dessen. Dabei erinnerte er, dass Polen schon jetzt einen relativ hohen Anteil des BIP in die Armee investiere, der sich bis 2016 noch erhöhen solle.

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