Korwin-Mikke offizieller Präsidentenkandidat

Am Mittwoch ist der amtierende Präsident Bronislaw Komorowski zur anstehenden Präsidentenwahl zugelassen worden. Die Voraussetzung, mindestens 100.000 Unterschriften, hat auch schon ein anderer Kandidat erfüllt – Janusz Korwin-Mikke. Heute ist der ultrarechte Politiker von der Staatlichen Wahlkommission registriert worden.

Janusz Kowin-Mikke ist eine der umstrittensten Persönlichkeit auf der politischen Bühne in Polen. Bekannt ist der Parteivorsitzende und Europaparlamentarier für seine scharfen Kommentare und Polemiken. Zum Beispiel zeigte er nach dem Anschlag auf die Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo im Europäischen Parlament ein Bild mit der Parole: „Ich bin nicht Chalie. Ich bin für die Todesstrafe“. Außerdem kennen die meisten den 72-Jährigen als vehementen Kritiker der Europäischen Union.

Die politischen Mitstreiter von Korwin-Mikke haben ca. 200.00 Unterschriften bei der Staatlichen Wahlkommission eingereicht. Dabei sind für die Registrierung zur Wahl 100.000 Unterschriften notwendig. Das KORWiN-Komitee hat auch als erstes die ausreichende Zahl an Unterschriften vorlegen können, wurde jedoch zwei Tage nach dem Präsidenten Bronislaw Komorowski von der Wahlkommission registriert.

Janusz Korwin-Mikke kandidiert im Namen der Partei KORWiN (Koalition der Erneuerung der Republik Freiheit und Hoffnung). Dies ist eine Gruppierung, die vor kurzem von Korwin-Mikke selbst gegründet wurde. Das hat er kurz nach dem Verlassen seiner bisherigen Partei Kongress der Neuen Rechten (KNP) getan. Mit der letzteren hat der Abgeordnete des Europaparlamentes die größten Erfolge der letzten Jahre gehabt.

Zu seinen Plänen als Staatsoberhaupt Polens gehören die Auflösung der Einkommenssteuer, die Bildung einer großen und starken Armee sowie die Einführung der Todesstrafe. Er sagt, er wolle es nicht zulassen, dass man Polen im Ausland auslacht. Seine Wahlkampagne begann er in einer Kleinstadt in der Nähe von Tschenstochau – wo er die meisten Stimmen in der Europawahl erhielt. Chancen auf das Amt der Präsidenten hat er jedoch kaum.

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