Lebenslang für Kindesmisshandlung mit Todesfolge

Dieser Fall erregte auch in Polen großes Aufsehen: Ein polnisches Paar ist im englischen Coventry wegen der schweren Misshandlung eines vierjährigen Kindes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die 27-jährige Mutter und ihr Lebenspartner hatten den vierjährigen Daniel P. über ein halbes Jahr in einem dunklen, unmöblierten Raum untergebracht, ihm Nahrung entzogen und schwer misshandelt. Der extrem abgemagerte Junge starb schließlich am 03. März 2012 an einem Schädeltrauma. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das drogen- und alkoholabhängige Paar die Folter und sogar den Tod des Kindes gemeinsam geplant hatte. Besonders belastend sind SMS der Mutter an ihren Gefährten, in denen sie davon berichtet, wie sie den Jungen bis zu dessen Bewusstlosigkeit foltert, um „Ruhe zu haben“.

Fraglich ist weiterhin, warum niemand in der Schule, die der kleine Daniel besucht hat, etwas von der Misshandlung mitbekommen hat. Obwohl der Junge extrem abgemagert gewesen sein und in den Müllcontainern an der Schule nach etwas zu Essen gesucht haben soll, ist niemals ein Hinweis an Jugendamt oder Polizei ergangen. Bürgerinitiativen und Politiker fordern weitere Untersuchungen in diese Richtung.

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