PiS-Senator will In-Vitro-Gesetz ändern

Kaum ist das Gesetz über künstliche Befruchtung vom Präsidenten unterschrieben worden, schon hat die Opposition Pläne, dieses zu ändern. Der PiS-Senator Stanislaw Kogut kritisierte heute in einer Radiosendung die neuen Vorschriften und kündigte an: „Wenn PiS die Parlamentswahlen gewinnt, wird die Auseinandersetzung mit diesem Gesetz eine der ersten Angelegenheiten sein.“

Das In-vitro-Gesetz ist für Menschen gedacht, die trotz Kinderwunsch keinen Nachwuchs bekommen können. Durch die künstliche Befruchtung können Träume vieler kinderlosen Paaren in Erfüllung gehen. Gestern unterschrieb der Präsident Bronislaw Komorowski das von beiden Kammern des Parlaments angenommene Gesetz und somit wird es in Kraft treten.

Die Verabschiedung des In-Vitro-Gesetzes war aber nicht so Spannungen vollzogen worden – die Diskussionen vor den Abstimmungen im Sejm und Senat waren heftig und nicht alle waren mit dem Ergebnis zufrieden. Die Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ist nach wie vor gegen die künstliche Befruchtung und die Abgeordnete und Senatoren aus dieser Partei berufen sich auf die Bibel und die Lehren der katholischen Kirche.

Einer der PiS-Senatoren, Stanislaw Kogut, kritisierte heute während einer Radiosendung erneut das Gesetz und sagte, dass die polnische Verfassung das menschliche Leben verteidige und wer dagegen verstoßen würde, der soll bestraft werden. Er, seine Partei und die Bischofskonferenz würden sich für natürliche Methoden des Schwangerwerdens und der Behandlung der Unfruchtbarkeit aussprechen – die Naprotechnologie.

Weiter sagte Kogut, wenn PiS die anstehende Parlamentswahl gewinnen würde, würden im Einvernehmen mit den Bischöfen entsprechende Änderungen in diesem Gesetz eingeführt werden. Dann fügte er hinzu, dass Präsident Komorowski sich selber aus der Kirche exkommuniziert habe, indem er das In-Vitro-Gesetz unterschrieben hat. 

 

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