Polen immer attraktiver für Global Player

Das IMD hat Polen im diesjährigen Ranking zur globalen Wettbewerbsfähigkeit um drei Plätze höher eingeordnet. Doch herrscht in der unmittelbaren Nachbarschaft ein starker Wettbewerb um die besten Standortbedingungen für Unternehmen.

Polnische FlaggePolen kann 2015 als globaler Standort im Ranking des schweizerischen International Institute for Management Development (IMD) vom 36. Platz (2014) auf den 33. Platz vorrücken. Damit liegt das Land gleich hinter Frankreich (32) sowie den ostmitteleuropäischen Ländern Litauen (28), Tschechien (29) und Estland (31) und vor den südeuropäischen Staaten. Den 33. Platz belegte der Nachbar Deutschlands bereits 2013, doch fiel es anschließend auf den 36. Platz zurück. Der größte Sprung gelang Polen 2010, als es vom 44. Platz (2009) auf den 32. Platz vorrückte. Jenseits von Oder und Neiße wird es damit zunehmend attraktiver für ausländische Direktinvestitionen.

Deutschlands Platzierung hingegen verschlechterte sich um vier Plätze vom 6. (2014) auf den 10. Platz. Das ist das erste Mal seit 2011, dass das Land im IMD-Ranking auf einen zweistelligen Platz fällt. Den ersten Platz als weltweit bester Standort für Unternehmen belegen wie bereits 2014 die USA.

Das globale Wettbewerbsranking des IMD misst die Fähigkeit einzelner Staaten, für Unternehmen ein Umfeld zu schaffen, indem sie weltweit konkurrenzfähig bleiben können. Das nationale Umfeld setzt sich aus der wirtschaftlichen Leistung, der Regierungseffizienz, der unternehmerischen Leistungsfähigkeit sowie der Infrastruktur zusammen. Diese Faktoren werden wiederum in weitere Unterfaktoren gegliedert. Das Ranking beruht zu 2/3 auf statistischen Daten internationaler und privater Institutionen (IWF, Weltbank, OECD, ILO, CB Richard Ellis, Mercer HR Consulting, PwC etc.) und nationalen Quellen sowie zu 1/3 aus jährlichen Umfragedaten, die im mittleren und oberen Management ausgewählter Unternehmen erhoben werden.

Polen schafft es, insbesondere durch den stetigen Ausbau seiner Infrastruktur und durch die Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte, seine Platzierung stetig zu verbessern. Doch zeigt das Ranking auch, dass speziell in der direkten Nachbarschaft eine starke Konkurrenz um die besten Standortbedingungen herrscht. Von diesem Konkurrenzdruck werden Polen und seine direkte Nachbarschaft auch in der Zukunft profitieren.

Menü