Polen und der Eurovision Song Contest

Er gehört zu den altehrwürdigen Veranstaltungen in Europa. Der Eurovision Song Contest vereinigt nicht nur den Kontinent, sondern auch Länder außerhalb. Aber wieso ist dieser Musikwettbewerb im Herzen Europas nicht so beliebt? Warum lässt sich Polen nicht begeistern?

Polnische FlaggeDer Eurovision Song Contest (ESC) gehört zu den bekanntesten und traditionsträchtigsten Musikveranstaltungen in Europa, genauso wie Bet365 bei Spielewetten. Der früher in Deutschland genannte Grand Prix Eurovision de la Chanson lässt seit 1956 alljährlich Generationen vor den Bildschirmen mitfiebern, wer aus welchem Land als Sieger nach Hause fährt.

Das Bezeichnende des Musikwettbewerbes ist, dass es ein verbindendes Element des europäischen Volkes schon 1956 war und noch immer ist. Dabei geht es um mehr als um die Europäische Union, es geht um Gesamteuropa und darüber hinaus um Staaten, die wie Israel, die sich den europäischen Werten und Idealen verpflichtet fühlen. Die Bürger der einzelnen Länder werden damit Mitglieder von Regionen, die zusammen zumindest in der Live-Übertragung eine Entität bilden und gemeinsam Freude an der Musikvorführung haben.

Das ist gut gemacht, zumal der Wettbewerb jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet. Begonnen hat es in der Schweiz, einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, und die letzte Vorführung war 2019 in Tel Aviv. Kontrovers wurde es 2012, als Aserbeidschan, ein totalitärer Staat, Austragungsort wurde. Doch das kann man mit dem Gerangel in Polen nicht vergleichen.

ESC in Polen noch viel Entwicklungspotenzial

Beim Nachbarn Deutschlands hat der Eurovision Song Contest indes noch viel Entwicklungspotenzial. Polen nimmt zwar seit Mitte der 1990er Jahre an der Veranstaltung teil, doch ist das Land bisher nicht so richtig mit dem ESC warm geworden.

Einer der Gründe für die geringe Begeisterungsfähigkeit könnte sein, dass das Land keinen richtigen Erfolg verzeichnen konnte. Lediglich zum Debüt 1994 konnte die begeisterte Musiknation einmal den zweiten Platz erlangen. Angetreten war die polnische Musikikone Edyta Gorniak.

Aktuelle Nationalisierungstendenzen im zentral-europäischen Land zeigen zudem, dass sich Polen immer stärker nach innen konzentriert und tendenziell in Bezug auf Normen und Werte abweicht. Damit bleibt wenig Platz für die vereinigende Idee des ESC.

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