Polnische Banken angegriffen

Über zweihundert Banken in Polen wurden von einer bösartigen Software angegriffen. IBM X-force informiert, dass sie mit dem in der Hacker-Welt bekannten „GozNym“ attackiert wurden. Dadurch sind  Online-Banking-Daten und das Geld polnischer Bürger gefährdet. Es wurde allerdings nicht bekannt gegeben, um welche Banken es sich genau handelt.

Polnische FlaggeEs ist der größte derartige Angriff in Polen überhaupt. 17 kommerzielle und zwischen 200 und 230 Genossenschaftsbanken sind mit der bösartigen Software „GozNym“ attackiert worden. Diese Software ist auch in anderen Ländern von Hackern genutzt worden. IMB X-force ist der Meinung, dass nun auch polnische Banken zu den meist von Cyber-Verbrechern angegriffenen Banken gehören – eine zweifelhafte Ehre.

Die bösartige Software (sog. Malware) führt dazu, dass vor allem Bankkunden, die Online-Banking nutzen, gefährdet sind. Wenn sich die Malware auf dem Rechner des Opfers installiert, wird der Kunde von der Webseite seiner Bank zu einer gefälschten Seite weitergeleitet, die identisch aussieht. Dort wird der ahnungslose Kunde gebeten, seine Zugangsdaten anzugeben, die dann sofort in den Händen der Hacker landen. In diesem Fall hilft nicht einmal die Verifizierung des SSL-Sicherheitszertifikats, so die Experten von IBM.

Weder IBM noch der Bund der Polnischen Banken wollen die betroffenen Banken bekannt geben, obwohl weitere Angriffe sehr wahrscheinlich sind. Sie warnen aber vor den Diebstahlmöglichkeiten und weisen auf Sicherheitsmaßnahmen hin. Vor einem Cyber-Raub kann beispielsweise die Doppelverifizierung schützen. Das sind beispielsweise SMS-Nachrichten mit TAN-Nummern bei Online-Überweisungen.

Bild: Polnische Flagge // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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